Sie ruderten bereits am Times Square in New York und auf den Fan-Meilen, Freitagabend (21 Uhr MESZ) tun sie‘s beim Spiels gegen Frankreich wieder im Stadion: Die Norweger und ihre Fans, deren „Wikingergeste“ weltweit bekannt wurde. Es kommt auch bei Österreichs „echten“ Ruderern gut an! Verbandspräsidentin Birgit Steininger: „Der Jubel tut unserem Sport gut.“
Norwegens Fans gehen mit ihren Ruder-Aktionen im Rahmen der Weltmeisterschaften im Internet viral – das Parlament zog mittlerweile genauso mit wie etwa Senioren in Altersheimen.
Österreichs Ruder-Held: „Extrem cool“
„Extrem cool“, schmunzelt ein „echter Ruder“ aus Österreich: Julian Schöberl, der im Frühjahr im Achter von Oxford gesessen war und am legendären „Boat Race“ der Elite-Unis gegen Cambridge teilgenommen hatte. Während auch die Verbandspräsidentin schwärmt! „Ich hab‘ mir diverse Videos durchgeschaut und ich find‘ es richtig cool, dass das Rudern in Norwegen einen so hohen Stellenwert hat, dass es in den Fußball hinein getragen wird. Es wäre schön, wenn wir das in Österreich auch erreichen könnten, aber das ist noch ein weiter Weg“, sagt Birgit Steininger.
„Aufmerksamkeit ist gut für unseren Sport“
Bei den Norwegern nehmen ja nicht nur die Anhänger die Wikinger-Vergangenheit bereitwillig auf. Haaland und Co. inszenierten sich vor der WM am Teamfoto mit Schilden, Helmen, Pfeilen und Speeren und der traditionellen Kleidung von ihren Vorfahren. Und bis heute ist das Rudern bei vielen Norwegern Teil des Alltags, was nun nach außen getragen wird. „Ich find es witzig und es erregt auf unkonventionelle Art und Weise einfach Aufmerksamkeit. Es ist gut für unseren Sport“, sagt die ÖRV-Präsidenten.
Österreicher nun beim dritten Saison-Weltcup
„Ob es unseren Vereinen tatsächlich etwas bringt, ist schwer abzuschützen. Sie haben viele Erwachsene, auch Kinder, die es ausprobieren wollen. Der harte Schritt ist dann einfach vom Jugendlichen, der zum Spaß rudert zum erfolgreichen Athleten“, sagt Präsidentin Steininger. Während Norwegen in der Geschichte große Einer-Fahrer wie Olaf Dufte oder Kjetil Borch hervorgebracht hat, starten Österreichs Asse um Laura Swoboda nun am Wochenende beim dritten Saison-Weltcup, der in Luzern steigt.
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