Großeinsatz am Marchfeldkanal an der Grenze zwischen Wien und Niederösterreich: Drei junge Männer aus Wien galten anfangs als vermisst. Nach Informationen der „Krone“ dürfte das Trio im Alter von 25 bis Anfang 30 Jahren bei einem Stand-up-Paddling-Ausflug verunglückt und schließlich ertrunken sein.
Die drei Männer wurden am Donnerstagvormittag im Zuge einer Suchaktion von Feuerwehrtauchern tot aus dem Marchfeldkanal geborgen. Sie waren vor wenigen Tagen im Bezirk Korneuburg in Gerasdorf als vermisst gemeldet worden.
Mutter meldete Sohn als vermisst
Die Mutter eines Abgängigen hatte die Vermisstenanzeige bei der Wiener Polizei aufgegeben. Offizielle Informationen zu den Hintergründen des Unglücks gibt es derzeit noch nicht.
Beim Stand-up-Paddling (SUP) steht man auf einem breiten, schwimmfähigen Board und bewegt sich mit einem langen Paddel auf dem Wasser. Gerade auf fließenden Gewässern können jedoch Strömungen und Hindernisse schnell zur Gefahr werden.
Wehranlage durchfahren?
Die Ermittlungen laufen auch Hochtouren. Warum das junge Trio im Marchfeldkanal, in dem ganzjährig Badeverbot herrscht, untergegangen ist, ist derzeit noch völlig unklar – möglicherweise geschah das Unglück aber beim Durchfahren einer Wehranlage.
Großeinsatz beim Marchfeldkanal im Jahr 2024
Der Marchfeldkanal sorgte bereits Anfang 2024 für Schlagzeilen: Damals entdeckte ein Angler einen menschlichen Unterschenkel im Wasser, in den darauffolgenden Tagen wurden weitere Leichenteile gefunden. Der Fall löste einen Großeinsatz der Polizei aus.
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