Unterwegs mit Hightech

Camping-Trends 2026: Dachzelt & Co. im Härtetest

Leben
23.06.2026 16:25

Camping wird immer luxuriöser – und immer teurer. Von Dachzelten über Powerstations bis hin zu Hightech-Kühlboxen versprechen zahlreiche Trend-Produkte mehr Komfort in der Natur. Wir haben auch in diesem Jahr wieder die beliebtesten Camping-Gadgets mehrere Tage mit unserem Suzuki Jimny auf dem MiCampa-Platz in Wien-Donaustadt auf Herz und Nieren geprüft.

Auch wenn sich unser Test vor allem um die technischen Camping-Gadgets dreht, durfte natürlich das Herzstück unseres Camps nicht fehlen: das Dachzelt.

Zwei Autodachzelte im Vergleich
Zum Einsatz kam das Horntools Track Dachzelt (ab rund 1100 Euro), das mein Freund Leon und ich direkt mit dem Front Runner Feather-Lite verglichen haben, das uns bereits im vergangenen Jahr begleitet hat.

(Bild: Irina Stöckl)
(Bild: Irina Stöckl)
(Bild: Irina Stöckl)
(Bild: Irina Stöckl)

Schlafkomfort vs. Stabilität
Während das Front Runner mit der bequemeren Matratze punktete, wirkte das Horntools insgesamt stabiler und vermittelte vor allem beim Ein- und Aussteigen ein sichereres Gefühl. Preis-Leistung stimmt bei beiden Modellen – je nachdem, ob einem Schlafkomfort oder Stabilität wichtiger ist.

Powerstations im Trend
Auch Powerstations gehören aktuell zu den größten Camping-Trends überhaupt. Für unseren Test hatten wir die beliebte Bluetti Elite 300 mit dabei – eine mobile Powerstation mit 2400Watt, die rund 1400 Euro kostet.

Camping-Trends im Test: Lohnt sich der Hype?
Camping-Trends im Test: Lohnt sich der Hype?(Bild: Irina Stöckl, Krone KREATIV)

Bluetti Elite 300: Viel Leistung, aber nicht für jeden Urlaub
Eines vorweg: Das Teil hat uns beeindruckt. Die Akkulaufzeit war stark, die Bedienung unkompliziert und auch das Aufladen ging überraschend schnell. Für mehrere Tage Camping hatten wir mehr als genug Reserven.

(Bild: Irina Stöckl)
(Bild: Irina Stöckl, Krone KREATIV)
(Bild: Irina Stöckl, Krone KREATIV)
(Bild: Irina Stöckl)

Ganz ohne Kritik kommt die Elite 300 aber nicht davon. Mit rund 27 Kilogramm ist sie alles andere als leicht. In einem kompakten Fahrzeug wie unserem Suzuki Jimny merkt man schnell, dass Gewicht und Stauraum begrenzt sind. Wer regelmäßig umpackt oder die Powerstation oft aus dem Auto heben muss, wird das definitiv spüren und eventuell auf anderes Gepäck verzichten müssen.

Solarpanel für Langzeit-Camper
Passend dazu hatten wir auch das Bluetti MP200 Solarpanel mit im Gepäck. Mit 200 Watt Leistung verspricht es, die Powerstation auch fernab jeder Steckdose mit neuer Energie zu versorgen. Allerdings wurde auch schnell klar: Das MP200 spielt seine Stärken vor allem auf längeren Reisen aus.

In unserem Suzuki Jimny zählt jeder Zentimeter Stauraum, und das Solarpanel beansprucht davon bereits einen ordentlichen Teil. Für Wochenendtrips würden wir eher zur Elite 300 alleine greifen – für längere Abenteuer ist die Kombination aus Powerstation und Solarpanel dagegen ein echtes Muss.

Kühlboxen im Vergleich: Dometic gegen Engel
Bei den Kühlboxen traten die Dometic CFX5 35 und die Engel MR040F-E gegeneinander an. Beide Modelle spielen preislich mit rund 800 Euro beziehungsweise rund 600 Euro in der Oberklasse.

Die Engel MR040F-E Kühlbox mit der Bluetti Elite 300.
Die Engel MR040F-E Kühlbox mit der Bluetti Elite 300.(Bild: Irina Stöckl)
(Bild: Irina Stöckl)
(Bild: Irina Stöckl)
(Bild: Irina Stöckl)
(Bild: Irina Stöckl)
(Bild: Irina Stöckl)
(Bild: Irina Stöckl)

Die Engel MR040F-E genießt unter Campern beinahe Kultstatus. Das zeigte sich auch bei Gesprächen mit anderen Gästen auf dem Campingplatz MiCampa in Wien. Viele kennen die Marke seit Jahren oder nutzen selbst ein Modell von Engel. Die Kühl- und Gefrierleistung überzeugte auch in unserem Test auf ganzer Linie.

Kleine Details machen den Unterschied
Dennoch hatte für uns die Dometic CFX5 35 knapp die Nase vorne. Nicht wegen der Kühlleistung – die war bei beiden Geräten hervorragend -, sondern wegen des Gewichts und Handlings. Die Dometic ließ sich spürbar angenehmer transportieren und ein- beziehungsweise ausladen. Gerade bei häufigem Standortwechsel ist das ein Vorteil, der im Camping-Alltag schnell wichtiger wird als ein paar zusätzliche Funktionen.

(Bild: Krone-Collage/Irina Stöckl)

Unser Fazit: Die Engel-Kühlbox punktet mit ihrem hervorragenden Ruf und robuster Technik, die Dometic mit dem besseren Handling und dem aus unserer Sicht insgesamt stimmigeren Gesamtpaket.

Luxus-Faltrad mit echtem Mehrwert
Mit Preisen von deutlich über 2000 Euro gehört das Brompton P Line sicherlich nicht gerade zu den günstigsten Falträdern am Markt. Im Test zeigte sich aber schnell, warum die Marke unter Camping- und Outdoor-Fans einen so guten Ruf genießt. Zusammengefaltet benötigt das Rad erstaunlich wenig Platz und passt damit perfekt zu kompakten Fahrzeugen wie unserem Jimny.

Gerade für den schnellen Einkauf, die Fahrt zum Badesee oder einen spontanen Ausflug in die Umgebung erwies sich das Brompton als äußerst praktisch. Anders als viele andere Camping-Gadgets lässt es sich zudem problemlos auch im Alltag nutzen.

(Bild: Irina Stöckl)
(Bild: Irina Stöckl)
(Bild: Irina Stöckl)
(Bild: Irina Stöckl, Krone KREATIV)
(Bild: Irina Stöckl)

Fazit: Nicht jeder Trend ist nur teures Marketing
Nach mehreren Tagen Praxistest fällt unser Urteil überraschend eindeutig aus. Besonders überzeugen konnten die Bluetti Elite 300, die Dometic CFX5 35 und das Horntools Track Dachzelt. Das Solarpanel zeigte vor allem auf längeren Reisen seine Stärken, während das Brompton P Line beweist, dass manche Camping-Produkte auch weit über den Urlaub hinaus sinnvoll sein können.

Nicht jeder Trend ist automatisch sein Geld wert. Einige Produkte lösen aber tatsächlich Probleme, die beim Campen regelmäßig auftreten, und genau das macht sie letztlich interessant. Zwischen teurem Instagram-Hype und echtem Mehrwert liegen manchmal Welten. Ob Dachzelt, Powerstation oder Kühlbox – am Ende entscheidet dennoch die eigene Art zu reisen darüber, welche Anschaffungen wirklich sinnvoll sind.

Weitere Gadgets im Härtetest
Wie sich die Trends bei Camping-Stühlen, Tischen, Lampen, Outdoor-Essen und weiterem Zubehör im Alltag geschlagen haben, verraten wir im kommenden zweiten Teil unseres großen Camping-Tests für 2026.

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