Iran-Krieg

Trump: Straße von Hormuz wird US-Territorium

Außenpolitik
14.08.2026 23:20
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Straße von Hormuz zu US-Territorium zu erklären – und zwar „sobald wir den Iran besiegt haben“. Laut Trump erleidet der Iran „gerade eine vernichtende Niederlage“. Zuvor hatte der US-Präsident noch erklärt, „keine Eile“ bei Verhandlungen zu haben.

Zurückhaltung ist allerdings keine Eigenschaft, die ihm zugeschrieben wird. Der Iran leide unter „enormer Inflation“ und habe „kein Geld“, sagte Trump. Er könne seine Streitkräfte nicht mehr bezahlen. Fachleute bestätigten die wirtschaftlichen Probleme des Landes, allerdings wandten sie ein, dass die Frage sei, inwieweit sich die iranische Führung überhaupt darum kümmere. „Ich glaube, sie scheren sich nicht sehr viel darum“, sagte etwa Michael O‘Hanlon vom Thinktank Brookings Institution.

Der US-Präsident hat in einem Interview gesagt, dass der wirtschaftliche Druck anstelle weiterer Angriffe erhöht werden solle. Die Straße von Hormuz ist ein Knackpunkt in dem Konflikt. Beide Kriegsparteien geben an, die Kontrolle über die Meerenge zu haben, die eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Gas ist. Der Iran hatte die Straße von Hormuz zu Beginn des Kriegs gesperrt, während die USA eine Blockade iranischer Häfen verhängt haben. In der Folge ist der Ölpreis seit Monaten hoch.

Durchfahrt nicht sicher
Zudem werden in der Straße von Hormuz immer wieder Schiffe angegriffen, zuletzt unter anderem des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc. Derartige Attacken seien „Piraterieakte“ der iranischen Revolutionsgarden und eine direkte Bedrohung für die Stabilität der Region, ihrer Bevölkerung und der globalen Energiesicherheit, teilte das Außenministerium in Abu Dhabi mit. Der Iran müsse „diese unprovozierten Angriffe“ einstellen und eine vollständige Wiedereröffnung der Meerenge gewährleisten.

Eine solche zeichnet sich jedoch nicht ab. Die Kriegsparteien ringen schon länger darum – bisher ohne Erfolg. Die iranische Führung hatte zuletzt für eine Öffnung ein Ende sämtlicher US-Drohungen gegen das Land, eine Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen sowie einen Abzug der US-Streitkräfte aus der Region verlangt. Zudem müssten die Vereinigten Staaten die Kriegsschäden begleichen.

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