Das OSV-Trio Valentin Bayer und Luka Mladenovic jeweils über 50 m Brust und Martin Espernberger über 200 m Delfin ist am Freitag bei der Pariser Langbahn-EM im Semifinale hängengeblieben! Keiner der drei kam an seine Vorlaufzeiten heran, Bayer wurde in 27,19 Sekunden 14., Mladenovic in 27,37 Sekunden 16. und Espernberger belegte in 1:56,71 Minuten Platz 14. Davor war Christian Giefing über 200 m Kraul Vierter geworden.
„Im Großen und Ganzen war es eine ein bisschen enttäuschende EM“, resümierte Bayer. Die Vormittagsleistung mit persönlicher Bestzeit von 27,06 war für ihn eine positive Ausnahme gewesen, neben dem 50-m-Endlauf hätte er aber das 100-m-Semifinale erhofft. Da war im Vorlauf das Out gekommen. Mladenovic sprach ebenso von einer Enttäuschung. „Ich habe damit aber schon gerechnet, ich fühle mich auf den kurzen Zügen im Moment nicht so wohl.“ Die Belastung des 200-m-Endlaufs sei nicht zu spüren gewesen. „Jetzt heißt es, sich auf die Lagenstaffel am Sonntag zu konzentrieren.“
Espernberger war im Vorlauf Neunter gewesen: „Enttäuscht bin ich schon, aber das gehört dazu.“ Gründe dafür, dass er mehr als 2,5 Sekunden über seiner Bestzeit aus dem Olympia-Finale blieb, sah er u.a. im Abschluss seines Studiums. „Da hat das Schwimmen ein bisschen darunter leiden müssen. Ich habe aber alles gegeben, mehr kann ich von mir selbst nicht erwarten.“ Sein Ziel sei es, bei den Weltmeisterschaften im nächsten Juli in Budapest seinen OSV-Rekord zu erreichen und auch zu unterbieten. Schon am Sonntag geht es für ihn zurück an die University of Tennessee.
Andere OSV-Aktive in Vorläufen out
Alle anderen OSV-Aktiven waren im Vorlauf ausgeschieden. Noah Zemansky in 2:03,24 und Philipp Rizek in persönlicher Bestzeit von 2:05,62 wurden über 200 m Delfin 31. bzw. 36. Nichts mit dem Aufstieg zu tun hatten im Brustsprint Bernhard Reitshammer (27,77/30.) und EM-Debütant Jan Niedermayer (28,44/56.). Iris Julia Berger kam über 100 m Rücken nicht aus dem EM-Tief, wurde in 1:02,58 Minuten 28. Nida Omid (2:18,86) und Aviva Hollinsky (2:19,02) schlossen die Saison über 200 m Lagen als 22. und 23. ab, Marlene Kahler ihre über 50 m Kraul in 26,53 Sekunden als 43.
Für die 25-jährige Niederösterreicherin war es auf einer für sie absoluten Nebenstrecke ein EM-Ausklang, in der nun rund dreiwöchigen Pause geht es für sie mit ein paar Teamkolleginnen und -kollegen auf Urlaub. „Es war für mich eher eine EM für den Kopf, dass ich wieder reinkomme, wie ich mit dem Adrenalin umgehen kann, mit der Nervosität“, erklärte Kahler am Ende ihres Comeback-Jahres.
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