RTR-Bericht zeigt:

Highspeed-Internet wird immer breiter verfügbar

Digital
19.06.2026 09:17
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Verfügbarkeit hochwertiger Internetzugangsdienste in Österreich nimmt laut 10. Netzneutralitätsbericht der Regulierungsbehörde RTR weiter zu. Kommunikationsnetze bilden die Grundlage für wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und digitale Innovation. Ein offenes Internet sei daher „ein Maß für Standortattraktivität sowohl aus wirtschaftspolitischer als auch aus demokratiepolitischer Sicht“, sagte RTR-Geschäftsführer Klaus Steinmaurer.

„Die RTR wird sich weiterhin national wie international dafür einsetzen, dass neben Innovation und Wettbewerb auch der Netzneutralität entsprechender Raum gegeben wird“, wird Steinmaurer am Donnerstag in einer Aussendung zitiert. Es könne davon ausgegangen werden, dass in Österreich im Berichtszeitraum (Mai 2025 bis April 2026) die Verfügbarkeit von nichtdiskriminierenden Internetzugangsdiensten auf einem Qualitätsniveau, das den Fortschritt der Technik widerspiegelt, gewährleistet wurde, hieß es im Bericht.

Tempo bei Download und Upload verbessert
Weiter verbessert haben sich die Download- und Upload-Geschwindigkeiten. Das 5G-Network-Slicing, also die Möglichkeit, Netzressourcen gezielt für unterschiedliche Anwendungen bereitzustellen, eröffne zudem neue Chancen für innovative Dienste und Geschäftsmodelle. „Gleichzeitig müssen wir uns die Frage stellen, wie solche Entwicklungen mit den Grundprinzipien eines offenen Internets vereinbar sind“, so der RTR-Geschäftsführer.

Im aktuellen Netzneutralitätsbericht blickt die RTR auch auf ein Jahrzehnt „regulatorischer Begleitung der europäischen Netzneutralitätsregelungen“ zurück. Dabei standen laut Steinmaurer in den ersten Jahren vor allem Fragen der Transparenz oder kommerzieller Praktiken wie Zero-Rating im Vordergrund. Unter Zero-Rating fallen Angebote von Netzbetreibern, die nicht dem Datenvolumen zugerechnet werden, dass der Kunde bezahlt. Heute beschäftigen die Regulierungsbehörde, die Marktteilnehmer und politischen Entscheidungsträger „zunehmend Themen wie Qualitätsdifferenzierung, virtuelle Netzarchitekturen und neue digitale Dienste“.

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