Erstaunliche Zahlen

So viele Daten reisen durch unsere Mobilfunknetze

Digital
08.06.2026 15:48
Porträt von krone.at
Von krone.at

Es gibt in Österreich wesentlich mehr aktive SIM-Karten als Einwohner. Klassisches Telefonieren geht zwar zurück, zum Teil wird es aber durch Videotelefonieren ersetzt. Ein Smartphone haben inzwischen 9 von 10 Österreicherinnen und Österreicher. Im Schnitt werden pro Person über 5 elektronische Geräte genutzt. Den derzeit aktuellsten Mobilfunkstandard 5G konnten im Mai 97 Prozent der Bevölkerung nutzen, zeigen Zahlen des Branchenverbandes Forum Mobilkommunikation (FMK).

14,7 Millionen SIM-Karten waren Ende 2025 in Österreich aktiviert, nicht nur in Handys, sondern auch in WLAN-Boxen (Cubes). Vor zehn Jahren waren es um eine Million weniger, vor 20 Jahren noch 9,2 Millionen, annähernd so viele, wie es Einwohner gibt. Im Jahr 2025 wurden „nur“ mehr 20,2 Milliarden Minuten mobil gesprochen, das sind um zehn Prozent weniger als 2019, vor dem Corona-Boom. Das Datenvolumen im Mobilfunknetz hat sich in der gleichen Zeit aber mehr als verdoppelt, auf zuletzt 6 Milliarden Gigabyte. „Österreichs Mobilfunknetze sind heute zwanzigmal leistungsfähiger als vor zehn Jahren“, heißt es in einer Aussendung des FMK.

WhatsApp neben dem Telefonieren häufigste Anwendung
Das Smartphone ist allgemeiner Standard, neben dem Telefonieren ist die Kommunikation über WhatsApp die häufigste Anwendung. Drei Viertel der Handy-Nutzer fotografieren mit dem Mobiltelefon, 70 Prozent nutzen es als Wecker. Fast zwei Drittel erledigen inzwischen auch Bankgeschäfte per Mobiltelefon. Die chinesische App TikTok rufen laut Umfrage nur 17 Prozent am Mobiltelefon auf – weniger als damit fernsehen (19 Prozent). Nur einer von 100 Handybesitzern nutzt es ausschließlich zum Telefonieren.

Die Mobilfunkbetreiber haben im Vorjahr 3,5 Milliarden Euro umgesetzt, um knapp 6 Prozent weniger als 2024. Zugleich seien die Investitionen aber um 20 Millionen auf 902 Millionen Euro gestiegen.

Ambivalenz bezüglich Digitalisierung
Das Forum Mobilkommunikation hat auch abgefragt, wie Österreicherinnen und Österreicher zur Digitalisierung stehen. Dabei zeigt sich ein sehr unterschiedliches Bild. Klare Mehrheiten sehen diese Entwicklung positiv in Bezug auf Wissenschaft und Forschung, die Wirtschaft allgemein, Verwaltung aber auch das Gesundheitswesen. Zumindest zur Hälfte negativ werden die Auswirkungen aber auf die Entwicklung der Gesellschaft und auf Datenschutz sowie die Privatsphäre eingestuft.

Die Hälfte der Befragten hat persönlich schon einmal negative Erfahrungen im Internet gemacht, wobei jeder Fünfte beim Interneteinkauf betrogen wurde. Andere negative Erfahrungen gab es unter anderem mit Erpressungsmails, Mobbing oder dem Diebstahl von Daten vom Computer.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

krone.at
krone.at
Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung