Das Wiener Luxushotel Park Hyatt ist verkauft. Der oberösterreichische Industrielle Josef Rainer erwarb das Objekt aus der Konkursmasse von René Benkos zerfallener Signa.
Das 112 Jahre alte Gebäude im Goldenen Quartier in Wien zählte einst zu den Prestigeprojekten der Signa. Im Jahr 2008 hatte es die Signa Holding über eine Subfirma (Signa Luxury Hotels) von der Bank Austria gekauft. Mit der Insolvenz der Gruppe fiel der Putz ab.
Nun wechselt das Park Hyatt samt Hotelgesellschaft um kolportierte 340 Millionen Euro den Besitzer. Käufer ist die Privatstiftung des oberösterreichischen Industriellen Josef Rainer (73). Ein spanischer Investor war zuvor abgesprungen.
Benko hatte das Gebäude, in dem sich früher die Länderbank-Zentrale befunden hatte, erworben und aufwendig renovieren lassen. Das Luxushotel mit 104 Zimmern und 42 Suiten hatte 2014 eröffnet. Die Signa hatte mehrere Immobilien in Wiens Innenstadt besessen, einige wechselten bereits den Besitzer.
Signa-Tafelsilber soll Geld in Insolvenz-Kasse spülen
Laut dem Wirtschaftsportal „Leadersnet“ soll Signa-Masseverwalter Norbert Abel bereits weitere Verkäufe planen, unter anderem das Goldene Quartier. Rainer hatte bereits mehrere Signa-Immobilien erworben. So kaufte er 2023 das Eckgebäude in der Kärntner Straße, in dem sich der Apple-Store befindet, um rund 95 Millionen Euro. Ein weiteres Signa-Objekt sicherte er sich im Jahr davor auf der Freyung. Dieses Gebäude beherbergt unter anderem den Verfassungsgerichtshof sowie das frühere Kunstforum.
Der aus dem Innviertel stammende Josef Rainer hatte 1979 mit seinem Geschäftspartner Erwin Bernecker das Automatisierungsunternehmen Bernecker & Rainer (B&R) gegründet, welches später an die ABB-Gruppe verkauft wurde. Rainer investierte seit den 2010er-Jahren immer wieder in hochkarätige Objekte. Seine Villa am Wolfgangsee zählt zu den teuersten privaten Immobilien Österreichs, sein Vermögen wurde 2025 auf 750 Millionen Euro geschätzt.
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