Nach Recherchen der schwedischen Zeitung „Expressen“ hat ein schwedischer Pilot in der vergangenen Woche im Rahmen einer dringenden Notfallmission ein Spenderorgan nach Oslo geflogen. Die Situation soll derart zeitkritisch gewesen sein, dass die Transportmaschine laut einer Quelle zeitweise von norwegischen Militärjets eskortiert wurde, um den schnellstmöglichen Transport sicherzustellen.
Offiziell bestätigt wurden die Angaben bislang nicht. Weder das norwegische Verteidigungsministerium noch die mutmaßlich beteiligte Fluggesellschaft wollten sich zu dem Einsatz äußern.
Die Berichte sorgen für Aufmerksamkeit, weil das norwegische Königshaus erst kürzlich bekanntgegeben hatte, dass Kronprinzessin Mette-Marit (52) aufgrund ihrer fortschreitenden Lungenfibrose eine Lungentransplantation erhalten hat. Ob der beschriebene Organtransport mit der Operation der Kronprinzessin in Zusammenhang steht, bleibt jedoch offen.
Der norwegische Lungenspezialist Olav Kåre Refvem erklärte gegenüber norwegischen Medien, dass zwischen der Verfügbarkeit eines geeigneten Spenderorgans und der Transplantation normalerweise nur wenige Stunden liegen. Daher könne ein solcher Zusammenhang nicht ausgeschlossen werden.
Strenge Geheimhaltungsvorschriften
Die skandinavische Organspende-Organisation Scandiatransplant, die die Organvergabe in mehreren nordischen Ländern koordiniert, lehnte eine Bestätigung unter Verweis auf strenge Datenschutz- und Geheimhaltungsvorschriften ab. Auch der norwegische Königshof machte keine Angaben zur Herkunft des Spenderorgans.
Wann genau Mette-Marits Transplantation stattfand, wurde bislang nicht bekannt gegeben.
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