Veroffroadisierte Kombis tragen in der Regel ein bisschen Plastik auf dem gewohnten Blech. Wie früher auch der Audi A6 allroad. Die neue Generation hingegen gibt viel mehr den Individualisten: Sie ist so breit geraten, dass man gleich zweimal hinschauen muss.
Nicht, weil man ihn sonst nicht in seiner ganzen Größe erfassen könnte (so fett sind plus elf Zentimeter in der Breite dann doch nicht), sondern weil noch kein allroad jemals so dick auftragen durfte. Die sonst so zurückhaltenden Ingolstädter bleiben ihrer mit dem neuen RS5 eingeschlagenen Linie offenbar treu.
Und sie meinen es ernst: Bis zu 34 Millimeter liegt der allroad höher als der Standard-A6, das reicht für mehr als nur für harmlose Feldwege. Insgesamt hat das serienmäßige Luftfahrwerk einen Verstellbereich von 55 mm, legt den Wagen auf der Autobahn also spürbar tiefer. Allradantrieb ist obligatorisch. Wenn es eng wird, hilft zudem die je nach Modell serienmäßige Allradlenkung. Generell wurde die Lenkung überarbeitet, sie soll direkter ansprechen und mehr Rückmeldung bieten.
Robuste Anbauteile und Unterfahrschutz-Elemente gibt es natürlich auch. Die Räder messen bis zu 21 Zoll.
Zwei Antriebe stehen zur Wahl. Der 3,0-Liter-V6-Diesel mit Mildhybridtechnik ist aus dem normalen A6 bekannt und leistet 299 PS, die Kraftübertragung erfolgt über eine Siebengang-Automatik. Er kombiniert Audi drei elektrifizierte Komponenten: die MHEV-plus-Technologie mit Riemenstartergenerator und Triebstranggenerator, der bis zu 18 kW (24 PS) zusätzlich liefert, sowie den elektrisch angetriebenen Verdichter, der ein besonders spontanes Ansprechverhalten ermöglicht.
Der erstmals erhältliche Plug-in-Hybrid kombiniert einen 2,0-Liter-Benziner mit einer E-Maschine und kommt auf 367 PS Systemleistung. Die Batterie mit 25,9 kWh Bruttokapazität soll bis zu 95 Kilometer elektrische Reichweite ermöglichen, geladen wird mit bis zu 11 kW Wechselstrom (0-100% in 2,5 Stunden), Schnellladen ist nicht vorgesehen.
Zentrales Element im Innenraum ist Audis MMI Panoramadisplay mit 11,9“-Tacho- und 14,5“-Touchdisplay, das optional durch ein 10,9“ Beifahrerdisplay ergänzt wird.
Preise für Österreich wurden noch nicht genannt. In Deutschland ist er ab 77.250 Euro bestellbar.
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