Idyllisch ist es entlang der Triesting in Tattendorf im niederösterreichischen Bezirk Baden. Ein Wohlfühlparadies nicht nur für Menschen, sondern auch für Biber. Und genau dieser war hier besonders aktiv. Dem nicht genug, sorgt auffälliges Algenwachstum im flachen Flusswasser für eine Absage einer Ferienspiel-Wanderung.
„Durch die Bautätigkeit des Bibers entstehen wertvolle Strukturen und Lebensräume“, weiß Peter Stickler, Geschäftsleiter vom Triesting Wasserverband. Er erklärt auch, dass es „in einzelnen Bereichen zu Konflikten mit bestehenden Schutzbauten oder Uferbereichen kommen kann“.
Genau das ist in Tattendorf geschehen. Durch die Tätigkeit des pelzigen Baumeisters war im bewohnten Gebiet am linken Ufer ein Anriss entstanden.
Uferböschung wurde wegen Biber saniert
„Da sich die Schadstelle neben dem Biberdamm befand, war eine fachgerechte Sanierung des Ufers ohne einen Eingriff in den Damm nicht möglich“, so Stickler. Bevor es so weit war, wurde alles mit dem Bibermanager, der Abteilung Wasserbau des Landes Niederösterreich und der Abteilung Naturschutz abgestimmt und geprüft.
Absage von Ferienspiel-Aktivität wegen Algen
In Tattendorf ist derzeit nicht nur der Biber besonders aktiv, sondern auch die Algenblüte. Ein Phänomen, das bei großer Hitze jedes Jahr auftritt, wie Bürgermeister Alfred Reinisch informiert: „Wir haben heuer viele Bäume gepflanzt und sorgen so für Beschattung des Wassers.“
Die Gemeinde rät aufgrund einer potenziellen Gefahr durch giftige Blaualgen vom Baden ab. „Sicherheit geht vor!“, betont Reinisch. Und sagte kurzfristig die Triesting-Wanderung beim Ferienspiel ab. Denn wenn Hunde nicht hinein dürfen, dürfe auch bei Kindern nichts riskiert werden.
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