Zwei Monate nach dem Spektakel in der Wiener Stadthalle blicken wir auf den ESC 2027 in Bulgarien. Schon jetzt werden die Weichen für die Zukunft gestellt und an den Schrauben gedreht – und auch bei uns tut sich bereits einiges.
Nach dem Song Contest ist vor dem Song Contest. Während die einen bereits jetzt die Bingo-Karte für die 71. Ausgabe in Bulgarien vorbereiten, sind andere froh, möglichst wenig vom kunterbunten Zinnober mitzubekommen. Fakt ist aber auch, dass hinter den Kulissen freilich schon aktiv an der Zukunft gearbeitet wird. Während man sich im Austragungsland offenbar bis Monatsende für die Stadt (und hoffentlich auch für den genauen Termin) entscheiden wird, ist das Scouting-Team hierzulande wieder auf der Suche nach dem geeigneten Act für 2027. Eine öffentliche Show mit Voting-System im ORF wird es – wohl auch aus Kostengründen – jedenfalls nicht mehr geben.
Wer die Zeit bis zum nächsten Song Contest mit den Helden dieses Jahres überbrücken will, hat in den nächsten Monaten viele Gelegenheiten dazu. Wir haben alle bislang fixierten Konzerte für Sie herausgesucht und aufgelistet.
Österreichs Weg zum ESC 2027:
Erfolgreich waren wir beim ESC dann, wenn das Publikum nicht entschieden hat. So wurden unsere Sieger Conchita und JJ von einer internen Fachjury ausgewählt – so wie heuer wieder. Nach dem freiwilligen Aus von Eberhard Forcher scouten Cesár Sampson und Peter Schreiber fleißig und durchforsten bereits erste Initiativbewerbungen. Im Spätherbst bewertet eine Fachjury die potenziellen ESC-Acts – wer für Österreich in Bulgarien an den Start geht, wird Ende 2026/Anfang 2027 bekannt gegeben.
ESC-Stars live in Österreich:
Viele ESC-Stars aus Wien kommen jetzt auch für Einzelkonzerte zu uns. Am 5. Oktober beehrt die Rumänin Alexandra Căpitănescu, sensationelle Drittplatzierte, die Wiener Szene mit dem harten Hit „Choke Me“. Unser Starter Cosmó düst ab 8. Oktober (Flex Wien) durchs ganze Land und sorgt für feurige Tanzpartys. Ins Flex kommt am 18. Februar dann auch der Brite Look Mum No Computer – garantiert mit einer schrägen Show. Glamouröser wird es am 13. März in der Wiener Arena mit der Australierin Delta Goodrem, die beim ESC alle verzauberte. Die deutsche Sarah Engels macht mit „I’m On Fire“ und Co. am 10. April der Wiener Simm City ihre Aufwartung. Auf Siegerin Dara müssen wir hingegen noch warten – vielleicht schaut sie ja auch vorbei ... Unter www.oeticket.com gibt es Karten für die Events.
Veranstaltungsoption in Bulgarien:
Der Erfolg von Dara mit ihrem Electropop-Kracher „Bangaranga“ brachte Bulgarien heuer den ersten Sieg in der ESC-Geschichte. Ähnlich wie letztes Jahr in Österreich brachten sich auch in Osteuropa diverse Städte schnell ins Spiel – mittlerweile ist klar, dass der 71. Eurovision Song Contest im Mai 2027 entweder in der Hauptstadt Sofia oder der Touristenhochburg Burgas stattfinden wird. Warna und Plovdiv sind definitiv aus dem Rennen. Der Auswahlprozess kommt jetzt in seine entscheidende Phase. Bis Ende Juli müsse der zuständige Ausschuss seine Arbeit beendet haben, sagt die Chefin des Bulgarischen Nationalen Fernsehens BNT, Milena Milotinowa. Sofia gilt nicht zuletzt infrastrukturell als Favorit. Die Kriterien sind streng: Die Eventhalle muss acht Wochen um den Termin herum komplett zur Verfügung stehen, eine Bühne mit einer Fläche von mindestens zehnmal 15 Metern sowie rund 2000 Quadratmeter Backstage haben. Zudem seien Büroräume für mehr als 250 Personen nötig.
Teilnehmer 2027 bis jetzt:
Nur 35 Länder nahmen heuer beim ESC in Wien teil – so wenige wie seit 2003 nicht mehr. Die Chancen, dass sich das steigert, stehen gut. Bis dato haben 17 Nationen fix zugesagt, weitere (wie auch Österreich) werden folgen. Highlight: das Debüt von Kanada, das den Bewerb noch globaler machen wird.
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