Der US-Chipriese Nvidia hat sich nach eigenen Angaben ausreichende Produktionskapazitäten gesichert, um den rasant wachsenden Bedarf an KI-Chips zu decken. Dies gelte sowohl für Grafikprozessoren (GPUs) als auch für Zentralprozessoren (CPUs), sagte Jensen Huang, Chef des weltgrößten Halbleiterherstellers, auf der Technologiemesse Computex in Taiwan.
Huang: „Wir verfügen über Lieferkapazitäten für ein sehr, sehr starkes Wachstum. Aber wir haben nach wie vor mit Engpässen zu kämpfen.“
Nvidia beherrscht den Weltmarkt für Hochleistungschips zum Training von KI-Modellen. Diese basieren auf derselben Technologie wie Halbleiter für Grafikkarten. Inzwischen drängt der US-Konzern auch in den Markt für CPUs. Sie dienen in KI-Rechenzentren dazu, die Arbeit der GPUs zu koordinieren.
Zudem will Nvidia in den Markt für PC-Prozessoren einsteigen, der bisher von Intel und AMD dominiert wird. Der „RTX Spark“ sei darauf ausgelegt, auf Rechnern mit dem Betriebssystem Windows von Microsoft möglichst viele KI-Berechnungen direkt lokal auszuführen.
Diese Produktankündigung verhalf Technologiewerten wie dem Softwarekonzern Microsoft, den Speicherchipherstellern Samsung und Micron sowie den PC-Anbietern Dell, HP und Lenovo zu teils zweistelligen prozentualen Kurszuwächsen. Die Aktien von Intel und AMD gerieten dagegen unter Druck.
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