Die neue Preisliste
Oktoberfest 2026: Jetzt wird Geldbörse angezapft
Die Gastronomen vom legendären Münchner Oktoberfest haben ihre Preise für die neue Saison offengelegt. Sofort wird ersichtlich: Es wird wieder teurer. Die Maß wird fast 16 Euro kosten – doch auch bei nicht-alkoholischen Getränken leidet heuer die Geldbörse.
Der Besuch des Münchner Oktoberfests wird 2026 wieder spürbar teurer. Wer sich auf der Wiesn eine Maß Bier gönnen will, muss ordentlich Zaster mitbringen: Bis zu 15,90 Euro werden für den Liter Gerstensaft verlangt.
Das ist ein durchschnittlicher Preisanstieg von 2,38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie die bayerische Landeshauptstadt am Dienstag mitteilte. Die Preisspanne für die Maß liegt heuer zwischen 14,80 und 15,90 Euro. Im Jahr 2025 bewegten sich die Kosten noch zwischen 14,50 und 15,80 Euro.
Die großen Zelte sind am teuersten
Die Schallmauer von 16 Euro ist also zum Greifen nah. Zwei große Festhallen haben sich an die Spitze der Bier-Preistabelle gesetzt: Sowohl im Armbrustschützen-Festzelt als auch in der Bräurosl wird der Krug für 15,90 Euro über den Tresen gereicht. Wer etwas „sparen“ möchte, ist im Museumszelt am besten aufgehoben, wo die Maß mit 14,80 Euro vergleichsweise moderat ausfällt.
Eine besondere Ausnahme bildet Kufflers Weinzelt: Hier werden für eine Maß Weißbier sogar gesalzene 18,40 Euro fällig. Die Stadt München betont, dass die Wirte die Preise selbst festlegen. Die Behörden prüfen lediglich deren Angemessenheit. Als Vergleich dienen große Gastronomiebetriebe im Stadtgebiet, wo der Liter Bier aktuell zwischen 7,70 und 13,40 Euro kostet.
Deutlicher Anstieg bei Wasser und Softgetränken
Doch nicht nur beim Bier wird kräftig zugelangt. Die Preise für alkoholfreie Getränke ziehen ebenfalls stark an und machen deutlich, dass ein Wiesn-Besuch ein teures Vergnügen ist. Für einen Liter Tafelwasser muss man im Durchschnitt 11,13 Euro berappen. Ein Liter Spezi schlägt mit 12,84 Euro zu Buche, und auch die klassische Limonade ist mit 12,35 Euro pro Liter kein Schnäppchen mehr. Ein Ende der Preisspirale, die bereits seit dem Jahr 1971 kontinuierlich anhält, ist also nicht in Sicht.
Abseits der Preisdebatte gibt es für 2026 auch einige organisatorische Neuerungen, wie „Wiesnkini“ berichtet. Um den illegalen Schwarzhandel mit Tischreservierungen einzudämmen, wurde das offizielle Online-Portal für den Wiederverkauf von Tickets und Biermarken technisch aufgerüstet. An den Haupteingängen sollen zudem modernisierte, KI-gestützte Tunnelsysteme für schnellere und präzisere Sicherheitskontrollen sorgen, ohne den Besucherfluss ins Stocken zu bringen.
Auch in Sachen Nachhaltigkeit werden die Zügel angezogen. Für die Vergabe der begehrten Zeltlizenzen gelten nun verschärfte Öko-Auflagen. Dazu gehören der verpflichtende Einsatz von 100 Prozent Ökostrom sowie noch kürzere, regionale Lieferketten für die verwendeten Lebensmittel. Um das berüchtigte Gedränge in den Hauptgassen zu entschärfen, wurden durch das gezielte Umplatzieren von Schaustellerbetrieben die Wege zwischen den großen Bierzelten verbreitert. Und weil die Nachfrage nach traditioneller Gemütlichkeit ungebrochen ist, wird die Oide Wiesn im Südteil des Geländes erweitert und bekommt ein ausgebautes Kulturprogramm.
Das größte Volksfest der Welt findet heuer vom 19. September bis zum 4. Oktober statt. Es werden abermals mehr als sechs Millionen Besucher aus aller Welt erwartet. Im vergangenen Jahr zählte die Wiesn 6,7 Millionen Gäste, die insgesamt rund 6,5 Millionen Maß Bier tranken.










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