Der Tiroler Umwelt-Landesrat René Zumtobel (SPÖ) brachte einen Antrag bei einer Konferenz der Umwelt-Landesräte ein, doch die Mehrheit seiner Kolleginnen und Kollegen stimmte dagegen.
Bereits seit mehr als einem halben Jahr gibt es seitens des Landes Tirol Bestrebungen, den Verkauf von Feuerwerkskörpern der Gruppe F2 an Private zu verbieten. Auf Initiative von Sicherheits-LR Astrid Mair gab (VP) es dazu einen einstimmigen Beschluss im Tiroler Landtag. Grund: Nach wie vor werden in ganz Österreich zum Jahreswechsel, aber auch zu anderen Anlässen mehrere Tonnen an Feuerwerkskörpern abgebrannt.
Schaden für Menschen, Tiere und Umwelt
Das führt alljährlich nicht nur zu einer erheblichen Mehrbelastung der Umwelt durch Lärm, erhöhte Brandgefahr, Anstieg der Feinstaubbelastung und Unmengen an Müll, sondern auch zu gravierenden Gefährdungen von Leib und Leben der Menschen und zur Belastung der Einsatzkräfte. Nun hat auch der Tiroler Umwelt-Landesrat René Zumtobel einen Vorstoß gewagt und bei einer Konferenz der Umwelt-Landesräte in Oberösterreich einen entsprechenden Antrag dazu eingebracht.
Obwohl aus Sicht der Umwelt alles gegen Feuerwerke und Böllerei spricht, konnten sich meine Kolleginnen und Kollegen nicht zu einem Beschluss durchringen.

Umwelt-Landesrat René Zumtobel
Bild: Christof Birbaumer
„In Tirol wurden in der heurigen Silvesternacht die Grenzwerte für Feinstaub an mehreren Messstellen weit überschritten. Der höchste Tagesmittelwert wurde in Wörgl mit 111 Mikrogramm pro Kubikmeter am Neujahrstag gemessen – der gesetzliche Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm im Tagesmittel“, so Zumtobel gegenüber der „Krone“.
Der Tiroler Antrag fand bei der Konferenz jedoch keine Mehrheit. „Obwohl aus Sicht der Umwelt alles gegen Feuerwerke und Böllerei spricht, konnten sich die Umweltlandesrätinnen und Landesräte trotz vehementer Forderung aus Tirol nicht zu einem einstimmigen Beschluss durchringen. Das zeigt einmal mehr, wie kontrovers dieses Thema in unserer Gesellschaft ist“, ärgert sich der Tiroler Landesrat.
Pro Jahr bis zu 400 Verletzte
Zudem kommt es auch jedes Jahr zu schweren Unfällen durch Pyrotechnik. Bisher gilt: Pyrotechnik der Kategorie F2 ist für Personen über 18 Jahre frei verkäuflich, darf im Ortsgebiet jedoch nicht verwendet werden. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass diese Regelung nicht vollziehbar ist und sich viele Menschen nicht daran halten. Deshalb sollten Feuerwerke der Kategorie F2 nur noch nach entsprechender Bewilligung gekauft und verwendet werden dürfen. So ist es bisher auch bei Pyrotechnik der Kategorie F3 geregelt.
Zwischen 200 und 400 Menschen müssen in Österreich jedes Jahr an Silvester im Krankenhaus behandelt werden, weil sie beim Einsatz von Pyrotechnik verletzt werden. „Wir werden nicht locker lassen“, so Zumtobel.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.