Der taiwanische Techkonzern Foxconn blickt dank der rasant steigenden Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI) sehr optimistisch auf die kommenden Monate. Die traditionelle Flaute zur Jahresmitte gebe es für Technologiezulieferer nicht mehr, sagte der Verwaltungsratschef des weltgrößten Elektronik-Auftragsfertigers, Young Liu, am Freitag auf der Hauptversammlung in Neu-Taipeh.
Sofern kein schwerwiegendes, unvorhersehbares Ereignis auftrete, schaue das zweite Halbjahr sehr gut aus. Das Unternehmen profitiere von den massiven KI-Investitionen großer Cloud-Anbieter, die heuer bereits 700 Milliarden Dollar (602,6 Milliarden Euro) erreicht hätten und im kommenden Jahr auf eine Billion Dollar steigen könnten. „Ihre Investitionsausgaben sind unser Markt“, sagte Liu. Dies gebe dem Konzern immenses Vertrauen in die künftige Wachstumsdynamik.
Weltweite Knappheit
Die weltweite Knappheit bei Speicherchips wirke sich zwar auf einige Premium-Kunden aus, jedoch nicht in erheblichem Maße. Die Folgen für die Kunden seien bis zum Jahresende begrenzt. Foxconn, zuvor bekannt unter dem Namen Hon Hai Precision Industry, ist der größte Serverhersteller für Nvidia und der wichtigste iPhone-Monteur für Apple. Um die Produktionskapazitäten für KI-Server auszubauen, sollen die Investitionen im laufenden Jahr um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen.
Die Foxconn-Aktien schlossen am Freitag mit einem Plus von 9,9 Prozent, nachdem der US-Konzern Dell, der ebenfalls KI-Server herstellt, mit einer optimistischen Prognose die Anleger überzeugt hatte.
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