Brutaler Vorfall am Donnerstagabend beim beliebten Copa Beach in der Wiener Donaustadt: Ein 16-jähriger Syrer soll dort gegen 21.15 Uhr eine Reinigungskraft der WC-Anlagen überfallen haben – und dabei sowohl das Opfer als auch sich selbst mit einem Klappmesser verletzt haben.
Laut Polizeisprecher Markus Dittrich forderte der Jugendliche von dem 39-jährigen Mitarbeiter Bargeld sowie dessen Mobiltelefon. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, hielt er dem Mann das Messer vor. Doch das Opfer weigerte sich, etwas herauszugeben – mit drastischen Folgen: Der Täter verletzte den 39-Jährigen mit einem Stich am Unterarm. Die Wunde war zwar nicht tief, aber deutlich klaffend.
Täter trennte sich Fingerglied ab
Nach der Attacke ergriff der Jugendliche die Flucht. Ein zufällig vorbeikommender Radfahrer entdeckte den verletzten Mann und alarmierte sofort die Einsatzkräfte. Bei der Erstversorgung machten Polizisten einen kuriosen und schockierenden Fund: Neben dem Opfer lag ein abgetrenntes Fingerglied – mutmaßlich vom Täter selbst.
Kurz darauf bestätigte sich dieser Verdacht. Wenig später wurde die Berufsrettung zur Kreuzung Vorgartenstraße/Lassallestraße gerufen, wo ein Jugendlicher mit einer schweren Fingerverletzung behandelt wurde. Es handelte sich um den mutmaßlichen Täter, der daraufhin festgenommen wurde.
Verdächtiger erzählt eigene Version
Bei der Einvernahme stritt der 16-Jährige die Tat allerdings ab und präsentierte eine abenteuerliche Version: Er sei selbst von einem unbekannten Araber attackiert worden und habe zuvor einen Liter Whisky getrunken. Hinweise auf eine massive Alkoholisierung konnten die Beamten jedoch nicht feststellen.
Wie genau es zum Abtrennen des Fingerglieds kam, ist weiterhin unklar. Klar ist jedoch: Das einzige bekannte Tatwerkzeug war ein Klappmesser, das dem Jugendlichen zugeordnet wird. Die weiteren Ermittlungen führt nun die Außenstelle Nord des Landeskriminalamtes Wien.
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