Ausbruch in Afrika

WM-Gastgeber kündigen Ebola-Einreiseverbote an

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Von krone Sport

Angesichts des Ebola-Ausbruchs in Zentralafrika haben die USA, Kanada und Mexiko für die Fußball-Weltmeisterschaft Einreiseverbote verhängt. Wie die US-Regierung im Namen der drei Gastgeber-Länder am Freitag mitteilte, sollen abgestimmte Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit bei Reisen aus afrikanischen Regionen mit dem höchsten Ebola-Risiko ergriffen werden.

In den USA gelte zunächst ein 30-tägiges Einreiseverbot für ausländische Reisende, die sich in den vergangenen 21 Tagen in Uganda, der Demokratischen Republik Kongo sowie in Südsudan aufgehalten hätten, teilte die Gesundheitsbehörde CDC mit. In Mexiko kündigten Fluggesellschaften wie Aeroméxico und Viva ähnliche Einreisebeschränkungen an. Gemäß einer Verordnung der mexikanischen Behörden würden diese in Mexiko sogar für 60 Tage in Kraft bleiben, also bis nach dem Abpfiff der WM.

„Dieser koordinierte Ansatz zielt darauf ab, unsere Bürger und die Millionen von Besuchern, Fans, Athleten und Touristen, die zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 erwartet werden, zu schützen und gleichzeitig den Reise- und Warenverkehr über unsere Grenzen hinweg aufrechtzuerhalten“, hieß es im gemeinsamen Statement der drei Regierungen. „Die Gesundheit und Sicherheit aller Menschen in der Region hat für uns höchste Priorität, während wir die Welt in Nordamerika willkommen heißen“, hieß es weiter.

Mehr als 1000 Verdachtsfälle
Der Osten der Demokratischen Republik Kongo und Teile von Uganda sind derzeit von einem Ausbruch des gefährlichen Ebola-Virus betroffen. Nach jüngsten Regierungsangaben gibt es in Kongo mehr als 1000 Verdachtsfälle und rund 250 Tote. Im östlichen Nachbarland Uganda sind die Zahlen deutlich geringer.

Ebola-Fieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt oder über Körperflüssigkeiten übertragen. In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einer Ebola-Epidemie in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben. Beim zweitschwersten Ausbruch von 2018 bis 2020 in den auch jetzt betroffenen Provinzen im Ostkongo starben rund 2300 Menschen. Der Ausbruch des seltenen Bundibugyo-Typs des Ebola-Virus, gegen den es weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt, macht die Lage besonders schwierig.

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