Liebe „Krone“-Leser und Festspiel-Freunde! Die Personalie Markus Hinterhäuser hat in den vergangenen Wochen des Öfteren für Aufregung auch abseits der Hofstallgasse gesorgt. Die Ausschreibungen für Intendanz und Präsidentschaft sind seit vergangenem Samstag öffentlich. Und es gibt neue Fragen und auch Antworten...
Seit Samstag ist es hochoffiziell: Intendanz und Präsidentschaft der Salzburger Festspiele ist ausgeschrieben. So steht es auf der elektronischen Veröffentlichgungsplattform der Republik. Um Details und weitere Abwicklung kümmert sich eine Wiener Headhunterin. Sie hat zuletzt etwa für das Theater in der Josefstadt die Nachfolge von Herbert Föttinger orchestriert, schon zuvor beim Burgtheater auch die Cheffrage mitgeklärt.
Eine der Ersten, die Unterlagen und Lebenslauf für den Präsidenten-Topjob an der Salzach zusammenstellen dürfte, ist wohl die amtierende Präsidentin Kristina Hammer selbst. Sie wird sich noch einmal bewerben.
Die weitaus schwierigere Personalie bleibt jedoch die Intendanz-Stelle. Hier soll dann eine vierköpfige Jury mithelfen, um den oder die Beste zu finden. In dieser Kommission sitzen unter anderem Stardirigent Franz Welser-Möst und Christian Kircher. Letzterer verließ erst Ende März den Chefposten bei der Bundestheater Holding (ua. Burgtheater). Nach dem lauten Abtritt von Markus Hinterhäuser soll der oder die Neue aber auch „Belastbarkeit“ sowie „geschlechtergerechte und diversitätssensible Personalführung“ mitbringen.
Ein Mangel gerade dieser Fähigkeiten, so die zig Vorwürfe, wurde Hinterhäuser zum Verhängnis. Er darf degradiert und ausgesperrt nur noch sein diesjähriges Programm verwalten. Der Fairness gesagt: Für beide Topjobs braucht es neben „nachweisbaren Erfolgen“ und „internationaler Reputation“ auch „soziale und kommunikative Kompetenz“.
Auf Intendanten und Präsidenten wartet dafür eine der „anerkanntesten Leitungspositionen im internationalen Kunst- und Kulturbereich“. Deshalb sollen auch Hochkaräter an die Salzach übersiedeln. Die Kapazunder müssen nur für die Reise zum Bewerbungsgespräch selbst in die Tasche greifen. International selten, aber in der Anzeige extra angeführt. Ein für viele noch deutlich wesentlicheres Detail fehlt jedoch: Das Gehalt.
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