E-Scooter und E-Bikes sind längst keine exotischen Freizeitgeräte mehr, sondern fixer Bestandteil des Straßenbildes. Sie bringen Menschen rasch zur Arbeit, zur Schule oder zum Bahnhof, gelten als modern, praktisch und klimafreundlich. Doch mit ihrer zunehmenden Selbstverständlichkeit wuchs auch eine gefährliche Sorglosigkeit. Umso mehr sind die neuen, strengeren Regeln zu begrüßen.
Der Tod eines zwölfjährigen Mädchens in Niederösterreich Ende April hat viele Menschen erschüttert: Zwei Kinder auf einem E-Scooter, kein Helm, eine Kollision mit einem Auto – wenige Sekunden reichten aus, um ein Leben auszulöschen und eine Familie für immer zu zerstören. Solche Vorfälle machen betroffen.
Doch Betroffenheit allein verändert nichts. Deshalb sind die verschärften Regeln, die seit 1. Mai gelten, ein wichtiger Schritt – auch wenn sie reichlich spät kommen. Helmpflicht für Kinder und Jugendliche, strengere Alkoholgrenzen, verpflichtende Ausstattung mit Klingel und Blinkern sowie das Verbot, weitere Personen mitzunehmen: Viele mögen angesichts dieses strengen Regelwerks die Augen verdrehen. Und natürlich werden strengere Gesetze allein das Problem nicht lösen. Kein Strafkatalog der Welt ersetzt Vernunft. Aber Regeln setzen Standards – und Standards verändern Verhalten.
Das beste Beispiel dafür liefert Österreichs Nationalsport Nummer eins: Während Helme beim Skifahren früher eher die Ausnahme waren, gehören sie heute ganz selbstverständlich dazu.
Gerade deshalb wäre es falsch, die neuen Maßnahmen als übertriebene Gängelung abzutun. Wer sich über Blinkpflicht oder Helmvorschriften lustig macht, sollte sich die zahlreichen schweren Unfälle vor Augen führen. Oder besser noch: mit Notärzten, Unfallchirurgen oder Polizisten sprechen, die regelmäßig erleben, welche verheerenden Folgen ein ungeschützter Aufprall bei 25 km/h haben kann.
Kommen Sie sicher durch diesen Samstag!
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