Reform kommt 2027

Karner zu Polizisten: „Mehr Leistung, mehr Geld“

Salzburg
19.05.2026 07:00

Die Polizei-Gewerkschaft warnte am Montag eindringlich vor Einbußen bei Polizeigehältern. Eine neue Reform solle das Geldbörserl der Exekutive um 300 bis 800 Euro netto pro Monat erleichtern. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) hält jetzt dagegen ...

Nachdem in der „Krone“ ein Gewerkschafter warnte, dass Gerhard Karner (ÖVP) als Innenminister in die Gehälter der Polizisten eingreifen will, rückt der Chef der Exekutive zur Klarstellung aus. Was ist passiert? Andreas Gruber rechnete vor, dass mit einer geplanten Reform der Dienstzeiten Polizisten um 300 bis 800 Euro weniger pro Monat verdienen würden. Zulagen und Überstunden seien auch in Gefahr.

Mitnichten, heißt es aus dem Ministerbüro: „Es wird mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten der Mitarbeiter geben: Weniger Dienst heißt weniger Gehalt. Mehr Dienst heißt mehr Gehalt. Das ist gelebtes Leistungsprinzip.“

Gerhard Karner (l.) will ein einheitliches Dienstzeitmodell.
Gerhard Karner (l.) will ein einheitliches Dienstzeitmodell.(Bild: Andreas Tröster)

Das neue Dienstzeitmodell sei kein Sparprogramm. Überstunden sollen vorwiegend auf freiwilliger Basis geleistet werden. Rechnungen der Gewerkschaft von Gehaltseinbußen würden jeglicher Grundlage entbehren. Überstunden und Zulagen werden weiter bezahlt.

Mit dem neuen Modell soll eine lang bestehende Ungleichheit zwischen Stadt- und Landpolizei aufgedröselt werden. Mitte 2027 soll das neue System bundesweit ausgerollt werden. Noch heuer startet eine Test- und eine Simulationsphase. 

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