Nach Arbeitgeber

Katzen-Tötung: Auch Verein reagiert mit Rauswurf!

Tirol
18.05.2026 11:53

Die bestialische Tötung einer Katze in Brixen im Thale in Tirol durch vier Männer zieht immer weitere Kreise! Der Arbeitgeber eines Beschuldigten hatte bereits vor Tagen reagiert und den Betroffenen fristlos entlassen. Jetzt zog auch ein Verein die Reißleine und setzte ein Mitglied, das bei der Tat dabei gewesen sein soll, vor die Tür. Gleichzeitig appelliert die Führung an die Vernunft!

„Wie sind Menschen nur zu einer solch grausamen Tat fähig?“ – Fragen wie diese hört und liest man in Zusammenhang mit der bestialischen Katzen-Tötung in Tirol derzeit zuhauf. Es herrscht nach wie vor Fassungslosigkeit.

Die grausame Tat wurde auf Video festgehalten, das anschließend viral ging. Darauf war zu sehen, wie mehrere Männer eine Katze zunächst mit einem Bolzenschussgerät töten wollten. Als das schwer verletzte Tier danach noch lebte und zuckte, drosch einer der Beteiligten mit einer Schneeschaufel auf die Katze ein – begleitet von Gelächter und geschmacklosen Kommentaren.

Zur Tat war es bereits Ende April gekommen. Am vergangenen Donnerstag stellten sich die vier Verdächtigen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren schließlich der Polizei. Der Druck – das Video verbreitete sich im Netz wie ein Lauffeuer – war offenbar zu groß geworden.

Unzählige Anfeindungen und Drohungen
Im Internet kam es daraufhin auch zu unzähligen Anfeindungen und Drohungen, nachdem Namen durchgesickert und veröffentlicht worden sind  – nicht nur gegen die Verdächtigen selbst, sondern teils auch gegen deren Familien, Freunden, Arbeitgebern und auch Vereinen, in denen die Beschuldigten aktiv gewesen sind.

Krampusverein setzte Mitglied vor die Tür
Einer der Verdächtigen war Mitglied beim Krampusverein „Oryx-Pass Westendorf“. Betonung auf „war“! Denn die Vereinsführung zog jetzt die Reißleine und warf den Betroffenen hinaus. „Die betreffende Person gehört ab sofort nicht mehr zu unserem Verein beziehungsweise unserer Gruppe. Wir möchten ausdrücklich betonen, dass diese Handlungen weder unsere Werte noch unsere Gemeinschaft widerspiegeln“, hieß es.

Weiteres betonte der Verein auf Facebook: „Wir stellen klar, dass wir uns von jeglicher Form von Tierquälerei und Gewalt entschieden distanzieren. Für solches Verhalten gibt es keinerlei Verständnis oder Akzeptanz.“

Große Sorgen und Appell an Vernunft
Die Vereinsführung appelliert aber auch an die Vernunft. „Die Tat ist schrecklich und muss klare Konsequenzen haben. Die Täter gehören gerecht bestraft – daran gibt es nichts schönzureden.“

Die regelrechte Hetzjagd – auch gegen Unschuldige – bereitet den Verantwortlichen des Vereins aber große Sorgen. „Es werden falsche Personen beschuldigt. Namen und Adressen werden veröffentlicht. Unternehmer werden hineingezogen. Menschen werden massiv bedroht. Bei aller Wut: Das darf nicht passieren. Gerechtigkeit bedeutet nicht, dass im Internet jeder selbst Richter spielt. Und es bedeutet auch nicht, dass unschuldige Menschen öffentlich fertig gemacht oder bedroht werden.“

Zitat Icon

Gerechtigkeit bedeutet nicht, dass im Internet jeder selbst Richter spielt.

Ein Mitglied der Vereinsführung

Nachsatz: „Man darf wütend sein. Man darf Konsequenzen fordern. Man darf seine Meinung sagen. Aber Hass, Hetze, Drohungen und falsche Anschuldigungen überschreiten eine Grenze!“

Anderer Beteiligter steht ohne Job da
Konsequenzen hatte die Tat auch schon für einen anderen mutmaßlich Beteiligten. Der Betroffene war bei der „SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental“ angestellt. Das Unternehmen nahm auf dessen Facebook-Seite dazu Stellung. „Seit Bekanntwerden des Falls gestern Morgen (Donnerstag, Anm.) wurden die Vorwürfe umgehend geprüft, der betroffene Mitarbeiter vorsorglich vom Dienst suspendiert und nach Vorliegen weiterer Erkenntnisse die entsprechenden arbeitsrechtlichen Schritte konsequent sowie im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben umgesetzt.“

Das Dienstverhältnis mit dem betroffenen Mitarbeiter sei „durch fristlose Entlassung beendet“ worden, hieß es weiter.

Auch Unternehmen mit eindringlichem Appell
Gleichzeitig appellierte auch das Unternehmen, „dass das Fehlverhalten einzelner Personen niemals einer gesamten Region, den Menschen vor Ort, Betrieben oder Familien angelastet werden darf. Die Verantwortung tragen ausschließlich die unmittelbar beteiligten Personen selbst.“

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