Nach drei Siegen aus drei Spielen kam Österreich im vierten Match binnen fünf Tagen bei der Eishockey-A-WM in Zürich gegen die Schweiz ordentlich unter die Räder: Der Gastgeber kannte von Start weg keine Gnade mit dem Team von Roger Bader, feierte am Ende ein 9:0-Schützenfest. Die zwei freien Tage hat Österreich nun bitter nötig, ehe Samstag Deutschland wartet.
Die „Krone“ berichtet aus Zürich
Mit Dominic Zwerger, der Dienstag einen bösen Check abbekommen hatte und dem sichtlich geschlauchten Vinzenz Rohrer gönnte Teamchef Roger Bader zwei Schweiz-Legionären im Duell gegen den Gastgeber der Eishockey-WM 2026 eine Verschnaufpause. Im Gegenzug kamen Neubauer und Scherzer zu ihren ersten Einsätzen bei dieser WM. Die Eidgenossen begannen vor 10.000 Fans in der ausverkauften Swiss Life Arena, wie man es erwartet hatte: mit Dauerdruck und einem Feuerwerk an Torschüssen.
So brannte es von Start weg lichterloh vor Österreichs Goalie David Kickert, stand er mit seinen Vorderleuten unter Dauerbeschuss. Fehler durfte da keiner passieren, er schlich sich aber in der vierten Minute ein: Nach dem Scheibengewinn in der gegnerischen Zone setzte Malgin zum blitzschnellen Konter an, bediente in einer 2-1-Überzahl den mitlaufenden Rochette, der den Puck unhaltbar für Kickert hoch ins Tor jagte (5.).
Ein Start, den sich niemand wünschte, der sich angesichts der Entschlossenheit und Überlegenheit des Gegners nur schwer vermeiden ließ. Selbst in Unterzahl kamen die Eidgenossen zu Chancen, Kickert parierte den Schuss von Andrighetto. Doch in diesem Powerplay war Österreich dem 1:1 nahe, Schneider scheiterte jedoch denkbar knapp an Schweiz-Keeper Genoni.
Als sich das Gefühl einschlich, Österreich könnte sich das Spiel etwas offener gestalten, fiel das 2:0: Im Umschaltspiel kam der Puck über Egli zu Meier, der nicht lange fackelte, Kickert mit einem Schuss ins lange Eck bezwang (10.).
Dann klärte Kickert gegen den alleine vor ihm auftauchenden Rochette, Sekunden später schlug es aber erneut ein: Meier spielte die Scheibe von hinter dem Tor auf Nico Hischier, der zum 3:0 vollendete (12.). Dann machte man es dem Gegner in Unterzahl – Hackl auf der Strafbank – zu einfach, konnte Riat nach Andrighetto-Zuspiel mit dem elften Schuss der Schweizer auf das Tor ungehindert zum 4:0 vollenden (14.). Kurz darauf hatte Österreich Glück, als Meier nur die Stange traf (15.)
Auch wenn der Druck der „Nati“ im zweiten Drittel zunächst etwas nachließ, änderte dies nichts an ihrer Überlegenheit. Österreich kam zu Abschlüssen wie jenen von Neubauer – ein Treffer wollte nicht gelingen. Auf der Gegenseite vergab Rochette (26.), Hischier schoss aus aussichtsreicher Position neben das Tor (28.).
Ehe die Schweiz wieder einen Zahn zulegte, es im Kasten von Kickert zum fünften Mal klingelte: Hischier staubte im Powerplay zum 5:0 ab (30.). Nur 21 Sekunden später schlug ein Thurkauf-Schuss über der Schulter von Kickert zum 6:0 im Kreuzeck ein – an dieser Stelle wurde der Salzburg-Keeper erlöst und machte für Vorauer Platz.
Der dritte Goalie im Team Austria stand gerade mal 2:16 Minuten auf dem Eis, als er einen Schuss von Rochette nicht bändigen konnte, das 0:7 ausfasste (33.) – gottlob blieb es dabei bis zum Ende des zweiten Drittels.
Das Schlussdrittel war eine Kopie der ersten 40 Minuten – die Schweiz diktierte das Geschehen nach Belieben. Peter Schneider und Co. kamen vereinzelt zu Chancen, ein Treffer wollte nicht gelingen. Auf der Gegenseite traf Riat im Powerplay nach Vorlage von Rochette zum 8:0 (51.), Bertschy überraschte Vorauer im kurzen Kreuzeck zuum 9:0-Endstand (57.). Das einzig Positive am ernüchternden Nachmittag – eine zweistellige Abfuhr blieb Östereich letztlich erspart!
Schweiz – Österreich 9:0 (4:0, 3:0, 2:0)
Tore: 1:0 (6.) Rochette, 2:0 (10.) Meier, 3:0 (12.) Hischier, 4:0 (14./PP) Riat, 5:0 (30./PP) Hischier, 6:0 (31.) Thurkauf, 7:0 (33.) Rochette, 8:0 (51.) Rochette, 9:0 (57.) Bertschy.
Österreich spielte mit: Kickert (31. Vorauer); Wolf, Unterweger; Nickl, Biber; Hackl, Maier; Stapelfeldt, Schnetzer; Schneider, Nissner, Kolarik; Thaler, Harnisch, P. Huber; Schwinger, M. Huber, Rebernig; Scherzer, Wallner, Neubauer.
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