Ab ins Viertelfinale?

WM-Euphorie total! „Das hat uns niemand zugetraut“

Eishockey
19.05.2026 21:23

Sie strahlten in der Interviewzone um die Wette, einige ziemlich geschlaucht, doch alle überglücklich: Denn nach dem 3:1 über Lettland hat Österreich bei der Eishockey-A-WM nun sehr gute Chancen auf den Aufstieg. „Wenn du drei von drei Spielen gewonnen hast, kann das Ziel nur Viertelfinale lauten“, gab Stürmer Vinzenz Rohrer im Namen aller die Devise für die weitere Gruppenphase aus.

2025 hatte Österreich mit zehn Punkten erstmals seit 1994 den Aufstieg ins Viertelfinale geschafft, auch 2024 hätten zehn Zähler genügt, ging aber das letzte Spiel gegen Fix-Absteiger Großbritannien verloren. Sollten es heuer am Ende wieder zehn sein, fehlt Österreich aus den letzten vier Spielen nur noch ein Zähler.

„Mit einem weiteren Sieg wären wir fix im Viertelfinale!“
Wobei dies gegen die Top-8-Nationen Schweiz (Mittwoch, 20.20 Uhr), Deutschland (Samstag), Finnland (Sonntag) und USA (Dienstag) erst einmal gelingen muss. Teamchef Roger Bader geht auf Nummer sicher, sagt: „Mit einem weiteren Sieg wären wir fix im Viertelfinale.“

Teamchef Roger Bader (hi.)
Teamchef Roger Bader (hi.)(Bild: EPA/ANDREAS BECKER)

Der Schweizer blieb selbst nach den vielen Absagen im Vorfeld der WM immer positiv, betonte wiederholt: „Diese Absagen ändern nichts an unseren Zielen.“ Das erste Ziel – Klassenerhalt – hatte Österreich mit dem 4:2 gegen Ungarn am Sonntag fixiert. Das zweite Ziel – drei Siege – wurde mit dem 3:1 gegen Lettland Wirklichkeit. Jetzt wird mit dem vierten Sieg das dritte Ziel anvisiert. „Wir sind überglücklich, das hätte uns so niemand zugetraut“, ist Peter Schneider mächtig stolz auf seine Teamkollegen.

„Sie machen einen ausgezeichneten Job!“
Der Kapitän lobte die „hervorragende Teamleistung“, hob die WM-Debütanten nochmals hervor: „Sie machen einen ausgezeichneten Job.“ Bader gestand: „Ich bekomme Gänsehaut an der Bande, wenn ich meinen Spielern zuschaue. Wir brauchen eigentlich nichts zu coachen. Jeder hält sich zu 100 Prozent an unser Konzept, ob mit oder ohne Puck. Jeder kämpft, es gibt kein faules Ei im Team.“

Paul Stapelfeldt (li. hi.)
Paul Stapelfeldt (li. hi.)(Bild: GEPA)

Nun haben alle Appetit auf mehr: „Ich verspüre ein absolutes Glücksgefühl“, gestand Verteidiger Paul Stapelfeldt. „Wir wussten, dass es gegen Lettland ein schwieriges Spiel wird und wir nur über den Kampf Erfolg haben können. Die Geduld und das Vertrauen in unsere Fähigkeiten zahlen sich aus.“

„Es ist so eine spezielle Truppe, so ein Zusammenhalt!“
Auch Stürmer Vinzenz Rohrer genoss den Moment: „Ich sage es zwar bei jeder WM, aber es ist einfach wahr: Es ist so eine spezielle Truppe, so ein Zusammenhalt. Das ist was ganz Spezielles.“ Das dritte Drittel empfand er von der Länge her „wie ein Fußball-Spiel, es ging darum, die Scheibe rauszukriegen, Schüsse zu blocken, dazu hat unser Goalie super gehalten. Es waren so viele Puzzleteile, die da zusammengepasst haben.“

Vinzenz Rohrer
Vinzenz Rohrer(Bild: GEPA)

Am Mittwoch (16.20 Uhr) warten mit Gastgeber und Titelanwärter Schweiz eine Herkules-Aufgabe und ein Hexenkessel in der mit 10.000 Fans ausverkauften Swiss Life Arena – das vierte Spiel für Österreich binnen fünf Tagen. „Wir werden das spüren, müssen uns nun rasch erholen. Doch es ist immer etwas möglich“, sagt Bader vor dem Duell mit seinem Heimatland.

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