Verdauungsprobleme

Warum bin ich im Frühjahr immer so aufgebläht?

Luft im Bauch statt Frühlingsgefühle? Der Bauch spannt, die Hose drückt, es gluckst, es rumort, und man fühlt sich unangenehm aufgebläht. Was dahintersteckt und wie man die sogenannten Flatulenzen auf natürliche Weise in den Griff bekommt, erklärt Abnehmcoach Ursula Vybiral.

Ein Blähbauch kann sich schwer, voll und unangenehm anfühlen, auch wenn gar nicht zu viel gegessen wurde. Außerdem stresst uns ein Blähbauch, vor allem in Gesellschaft. Gerade im Frühling kommt er bei vielen häufiger vor.  Viele greifen jetzt wieder zu mehr Salat, Rohkost, Obst oder Hülsenfrüchten. Das klingt gesund und ist es auch. Aber die Verdauung muss sich erst daran gewöhnen.

Vor allem vermehrt Rohkost und Ballaststoffe können anfangs zu Blähungen führen. Ballaststoffe sind wichtig und wertvoll, aber wenn der Körper sie nicht gewohnt ist, entsteht im Darm mehr Gas. Das ist nicht gefährlich, aber unangenehm.

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Nur weil etwas einmal bläht, muss es nicht für immer gemieden werden. Häufig braucht der Körper einfach Zeit, sich an neue Lebensmittel zu gewöhnen. 

Ursula Vybiral, „easy eating“

Auch unregelmäßiges Essen spielt eine Rolle. Wer Mahlzeiten auslässt, hastig isst oder ständig zwischendurch etwas nimmt, bringt Unruhe in die Verdauung. Der Darm liebt Rhythmus. Wenn dieser fehlt, reagiert er oft mit Druck, Völlegefühl und Blähungen.

Stress auch im Bauch
Viele unterschätzen, wie eng Bauch und Nervensystem verbunden sind. Wer unter Spannung steht, isst schneller, kaut schlechter und schluckt oft mehr Luft. Gleichzeitig arbeitet die Verdauung weniger ruhig. Das kann den Blähbauch zusätzlich verstärken.

Einfach, aber wirkungsvoll
Hausmittel, die helfen können

Fenchel, Anis und Kümmel
Als Tee oder Gewürz können diese Klassiker den Bauch beruhigen und die Verdauung unterstützen.

Wärme auf den Bauch
Eine Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernkissen entspannt die Bauchmuskulatur und hilft oft sehr schnell.

Ein Spaziergang nach dem Essen
Bewegung bringt den Darm in Schwung. Gerade nach größeren Mahlzeiten wirkt ein ruhiger Spaziergang oft besser als Hinlegen.

Bauchmassage im Uhrzeigersinn
Sanfte kreisende Bewegungen im Uhrzeigersinn können helfen, Luft weiterzubewegen und Druck zu lösen.

Langsam essen und gut kauen
Das klingt einfach, ist aber entscheidend. Wer hastig isst, schluckt mehr Luft und macht es dem Bauch schwerer.

Kümmel oder Kreuzkümmel beim Kochen
Gerade bei Hülsenfrüchten, Kraut oder Kohl können Gewürze wie Kümmel, Kreuzkümmel, Fenchel oder Ingwer die Bekömmlichkeit verbessern.

Auch bestimmte Lebensmittel können Luft im Bauch begünstigen. Das heißt nicht, dass sie schlecht sind. Es bedeutet nur: Menge, Tempo, Kombination und Gewohnheit machen den Unterschied. 

Gesundes Essen
Welche Lebensmittel häufig blähen

Hülsenfrüchte
Linsen, Bohnen, Kichererbsen und Erbsen sind sehr wertvoll, können aber gerade am Anfang Blähungen verursachen.

Kohlgemüse
Kraut, Kohl, Brokkoli, Karfiol, Kohlsprossen und Wirsing sind gesund, aber nicht für jeden Bauch sofort leicht.

Zwiebelgewächse
Zwiebeln, Knoblauch, Lauch und Frühlingszwiebeln können bei empfindlicher Verdauung schnell blähen.

Frisches Brot und Germteig
Sehr frisches Brot, besonders warmes oder schlecht gereiftes Brot, kann im Bauch gären und Blähungen verstärken.

Rohkost und große Salatmengen
Gerade wenn der Körper nach dem Winter weniger Rohkost gewohnt ist, kann plötzlich viel Salat oder rohes Gemüse den Bauch überfordern.

Kohlensäurehaltige Getränke
Sprudelwasser, Softdrinks oder Gespritztes bringen zusätzlich Luft in den Verdauungstrakt.

Süßstoffe und Light-Produkte
Zuckeralkohole wie Sorbit, Xylit oder andere können Blähungen und Bauchgrummeln verstärken.

Sehr fettreiche oder große Mahlzeiten
Sie bleiben länger im Magen und können das Gefühl von Druck und Völlegefühl verstärken.

Verdauung beginnt im Mund
Tipps von Abnehmcoach Ursula Vybiral

Rohkost langsam steigern
Mehr Salat, Gemüse und Obst sind grundsätzlich wertvoll. Aber wer plötzlich große Mengen Rohkost isst, kann die Verdauung überfordern. Besser ist es, die Menge langsam zu steigern und zu beobachten, was gut vertragen wird.

Wärme einbauen
Nicht alles muss roh sein, nur weil Frühling ist. Gedünstetes Gemüse, Suppen oder warme Mahlzeiten sind oft deutlich bekömmlicher und entlasten den Bauch.

Langsam essen und gut kauen
Verdauung beginnt im Mund. Wer hastig isst, schluckt mehr Luft und macht es dem Bauch schwerer. Gründliches Kauen ist einer der einfachsten Wege, Blähungen zu reduzieren.

Kohlensäure und Süßstoffe beobachten
Sprudelwasser, Light-Getränke oder zuckerfreie Produkte können Blähungen verstärken. Es lohnt sich, hier genau hinzuspüren, ob der Bauch darauf reagiert.

Die Verdauung nicht überfordern
Viele reagieren auf einen Blähbauch mit noch mehr Strenge. Weniger essen, bestimmte Lebensmittel komplett streichen, plötzlich radikal clean essen. Doch genau das führt oft wieder zu neuen Problemen. Besser ist ein ruhiger Zugang: Die Verdauung schrittweise unterstützen, statt sie zu überfordern. Der Darm liebt Rhythmus und reagiert auf Hektik.

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