„Krone“-Kommentar

Uni-Inquisition gegen Rudolf Taschner

Kolumnen
02.05.2026 11:00

Da hätte nun also Rudolf Taschner, habilitierter Mathematiker und allseits geschätzter Nationalratsabgeordneter der Volkspartei, dieser Tage das Goldene Doktordiplom der Universität Wien bekommen sollen. Ein gutes halbes Jahrhundert nach der eigentlichen Promotion ist dies für erprobte Akademiker mit hervorragenden beruflichen und wissenschaftlichen Leistungen, wie sie Taschner nicht abzusprechen sind, eher eine Selbstverständlichkeit.

Nun wurde ihm diese Ehrung von seiner Universität aber versagt.

EINERSEITS heißt es, dass Rudolf Taschners kritische Haltung zu den gegenwärtig so modischen „gender studies“ und „postcolonial studies“ sowie eine gewisse Skepsis gegenüber der aktuellen „Klimawandel-Hysterie“ für die Verweigerung ausschlaggebend seien.

ANDERERSEITS scheint der gesamte Vorgang darauf hinzudeuten, dass sich auch an den Universitäten, also im Bereich von Wissenschaft und Forschung so etwas wie ein neuer politisch korrekter Dogmatismus durchzusetzen beginnt.

Zwar könnte auch Taschners parlamentarische Kritik an der einen oder anderen Förderung für die Universitäten, gewissermaßen in Form einer kleinlichen Retourkutsche, zur Verweigerung des goldenen Doktordiploms geführt haben. Alles in allem aber stellt dies dem Verständnis von Meinungsfreiheit und Toleranz der betreffenden akademischen Gremien in Österreich alles andere als ein gutes Zeugnis aus.

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