Landjugend sauer

Diebe zerstörten Maibaum beim Stehlen auch noch

Oberösterreich
02.05.2026 10:00

In Bad Kreuzen (OÖ) ging der Versuch, den örtlichen Maibaum zu stehlen, gewaltig schief. Der Baum ging zu Bruch und wurde von den unbekannten Dieben einfach zurückgelassen. In St. Martin/M. hingegen nahm die Causa um den vermissten Baum einen guten Ausgang. Denn die Diebe hatten Hinweise hinterlassen ...

„Liebe Leute, fassungslos mussten wir feststellen, dass in der Nacht jemand versucht hat, unseren schönen Maibaum zu stehlen. Das hat scheinbar nicht funktioniert und der Maibaum wurde zerstört zurückgelassen. Da sich bis jetzt noch niemand gemeldet hat, bitten wir die ,Diebe‘ auf diese Weise, dass sie sich melden sollen“, wandte sich Andreas Frühwirth von der Landjugend Bad Kreuzen am Sonntag per Facebook an die Langfinger.

Hätte nicht mehr gestohlen werden dürfen
Nachsatz: „So etwas kann jedem passieren – fair ist es, wenn man auch dazu steht.“ Im Gespräch mit der „Krone“ meint er: „Als die Jäger um 4.30 Uhr zum Maibockschießen ausgefahren sind, ist unser Baum noch gestanden. Wir haben ihn schon am vorigen Sonntag aufgestellt gehabt. Eigentlich darf man ihn nur die ersten drei Tage stehlen. Wenigstens mitnehmen hätten ihn die Diebe können.“

Happy End in St. Martin/M.
Einen guten Ausgang hat der Diebstahl des Maibaumes des Kulturvereins Plöcking 2000 in St. Martin/M. genommen. „Wir haben unseren Baum beim Sportplatz Plöcking hergerichtet. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag war er weg“, schildert Obmann-Stv. Benjamin Leitner. Auf Facebook forderte der Verein die unbekannten Diebe auf, den Baum wieder herauszurücken – mit Erfolg.

Diebe ausgeforscht – und Einigung mit ihnen erzielt
In Gedichtform wurden unter dem Posting Hinweise hinterlassen. Unter anderem war dort „wo’s Krapferl gibt und d’Rodl fließt“ zu lesen. Der Verdacht fiel gleich auf Gramastetten und sollte sich als richtig herausstellen. „Wir haben uns mit der dortigen Landjugend geeinigt. Am Samstag bringen sie unseren Baum zum Maifest, wo wir ihn gemeinsam aufstellen“, so Leitner.

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