Lebenszeichen im Mai

SPÖ schwört sich ein: Kampf gegen den Austro-Trump

Innenpolitik
01.05.2026 15:10

Am Freitag, dem 1. Mai, beging die Republik den Tag der Arbeit. krone.at hat die Feierlichkeiten für Sie seit den Morgenstunden live begleitet. Hier gibt‘s die wichtigsten Infos und Bilder aus Wien, Linz und Graz.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Traditionell ist der 1. Mai politisch rot – der Aufmarsch der SPÖ zog zum Wiener Rathausplatz, es folgten Reden von Parteichef Andreas Babler, Bürgermeister Michael Ludwig und anderen Parteigranden sowie ein Fest im Prater. Es wurde Zusammenhalt beschworen, vor „falschen Patrioten“ und Trump-Fans (FPÖ) gewarnt.
  • In Wien versammelten sich Tausende Menschen am Rathausplatz, die SPÖ-Spitzen zeigten sich hocherfreut (und wohl etwas erleichtert) über die rege Beteiligung. Auch die Veranstaltungen in Graz dürfen als kräftiges Lebenszeichen der Sozialdemokratie gewertet werden – und als Ausrufezeichen der Kommunisten.
  • Die Freiheitlichen überließen den Tag freilich nicht der Sozialdemokratie. Die blaue Gegenveranstaltung mit Parteichef Herbert Kickl und LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner fand im Bierzelt am Linzer Urfahranermarkt statt. Dort wurde auf „Bonzen“ (SPÖ, ORF) geschimpft und ebenfalls Entschlossenheit demonstriert.

Alle Infos und Bilder im krone.at-Live-Überblick zum Nachlesen:

Querelen in der SPÖ
Just vor ihrem höchsten Feiertag und nicht einmal zwei Monate nach dem Bundesparteitag war Österreichs Sozialdemokratie einmal mehr mit Querschüssen aus den eigenen Reihen konfrontiert. Äußerungen des Wiener Gesundheitsstadtrats sorgten in der Steiermark für heftige Bauchschmerzen.

Im Wiener Landtag hatte Peter Hacker den blau-schwarzen Spitals-Deal im Süden als „superschlau“ gelobt – wohl wissend, dass die steirischen Sozialdemokraten das gänzlich anders sehen. In einem der „Krone“ vorliegenden Brief warf SPÖ-Landesparteichef Max Lercher seinem Parteifreund Hacker einen „Schlag ins Gesicht“ der Menschen vor.

Am Landesparteitag in Wien setzte es überdies erst letztes Wochenende eine schallende Ohrfeige für die neue Finanzstadträtin Barbara Novak – ebenfalls aus den eigenen Reihen. Denn während Bürgermeister Ludwig solide mit 92,33 Prozent der Stimmen bestätigt wurde, gab es für Novak lediglich 70,87 Prozent – die „Krone“ begab sich auf Spurensuche.

Auch das angekündigte Doppelbudget für 2027/28 der Regierung wirbelte innerhalb der Sozialdemokraten viel Staub auf. So drohte der Kärntner Ex-Nationalratsabgeordnete Wolfgang Knes mit einer Großdemo, sollte es keine Nachbesserungen geben.

FPÖ in Wien erstmals vorne
Nicht zuletzt sorgte natürlich die jüngste Umfrage in der „Krone“ für innenpolitisches Aufsehen: Die FPÖ liegt nämlich erstmals in der roten Hochburg vorne. Würde am Sonntag der Nationalrat gewählt, kippte also auch die Bundeshauptstadt – woraufhin Michael Ludwig feststellte, dass es „derzeit keine Wahl“ gebe und dem Parteichef gar nichts zu entlocken war.

Ob der 1. Mai die Wogen um die SPÖ glätten kann? Haben wir nach der nächsten Landtagswahl wirklich ein blaues Wien? Und: Wie halten Sie‘s mit Maiaufmärschen, -bäumen und Zeltfesten am 1. Mai – hat der Tag der Arbeit für Sie noch eine Bedeutung? Sagen Sie‘s uns in den Kommentaren! Einen schönen Feiertag auf krone.at!

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