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Im „Krone“-Interview

HiPP-Chef: „Was muss das nur für ein Mensch sein?“

Österreich
26.04.2026 06:45

Den Werbeleitspruch „Dafür stehe ich mit meinem Namen“ kennt jedes Kind. Doch nach dem Erpresser-Giftanschlag auf Gläschen mit Babybrei ist die bisher heile HiPP-Welt erschüttert. Firmenchef Stefan Hipp sprach mit der „Krone“ über Sicherheitsgarantien, die Angst von Eltern, den Glauben an Gott („Es wird schon gut gehen“) und den Moment, an dem sich alles veränderte.

In vierter Generation führt Stefan Hipp den Familien-Traditionsbetrieb mit mehr als 125-jähriger Geschichte. Dass auch das Unternehmen eine Familie ist, merkt man schon auf dem Weg zum Firmensitz im idyllischen oberbayerischen Pfaffenhofen. Viele Mitarbeiter haben selbst kleine Kinder, unser Fahrer hat einen HiPP-Anhänger am Autoschlüssel. Im Entrée der mit Holz ökologisch gebauten und energieautarken Zentrale steht ein überdimensionales Glas. Es symbolisiert den Aufstieg – nach frühen Anfängen mit Kinderzwieback – zum weltweit führenden Hersteller von Bio-Babynahrung.

„Zuerst mit Rohstoffen vom elterlichen Hof, jetzt sind viele Bauern in der Umgebung unsere Lieferanten“, wie der Erfolgs-Unternehmer, der selbst noch im Stall seines Bio-Bauernhofes steht, bei der Begrüßung versichert. Seit Donnerstag vor einer Woche ist aber nichts mehr, wie es war. Seit ein Erpresser zwei Millionen Euro in Kryptowährung fordert und sechs Gläschen Gemüse-Babybrei in Österreich, Slowakei und Tschechien heimtückisch mit Rattengift versetzt hat.

Stefan Hipp erwartet uns zum Interview. Man merkt dem 58-Jährigen, der in einem tief gläubigen Haushalt mit christlichen Werten („Der Glaube an Gott hilft gerade in solchen Situationen“) groß geworden ist, die Betroffenheit an.

„Krone“: Herr Hipp, Sie sind selbst Vater von drei Kindern. Können Sie die Angst von Eltern nachvollziehen?

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