Moskau meldet neue Angriffe auf die seit 2014 besetzte Krim und auf die russische Oblast Rjasan. Laut dem Russland-Experten Gerhard Mangott schaden die Attacken dem Kreml nicht nur wegen ihrer Zerstörungskraft, sondern auch aufgrund ihrer psychologischen Wirkung.
Bei einem neuen ukrainischen Drohnenangriff auf die von Russland annektierte Halbinsel Krim im Schwarzen Meer sind nach Angaben der Behörden mindestens vier Menschen getötet und neun weitere verletzt worden. Zudem sei in der Nähe des Dorfs Jurkino im von Russland besetzten Krimgebiet ein als besonders prestigeträchtig geltendes russisches Patrouillenboot der „Svetlyak-Klasse“ attackiert worden, berichten ukrainische Medien:
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau fing die russische Armee in der Nacht auf Donnerstag 272 ukrainische Drohnen ab und zerstörte sie.
Schießpulverfabrik beschossen
Darüber hat das ukrainische Militär nach eigenen Angaben eine Schießpulverfabrik in der russischen Oblast Rjasan attackiert. Es sei ein Brand ausgebrochen, der eine Fläche von 400 Quadratmetern einnahm, berichtete der ukrainische Generalstab auf dem Messenger Telegram. Rjasan, wo heute auch Ex-Außenministerin Karin Kneissl lebt, befindet sich weiter im Landesinneren, unweit von Moskau.
Vorerst wohl keine Beruhigung in Sicht
Da der Staat die russische Bevölkerung und die Wohnhäuser nicht vollständig schützen könne, steige nun der Unmut in Russland, schilderte Mangott in einem Interview mit „NTV“. Dies werde die Kriegsmüdigkeit in der russischen Bevölkerung noch weiter erhöhen. Dennoch geht der Experte davon aus, dass die Angriffe mindestens noch monatelang weitergehen würden. Eine Verhandlungslösung sei aber wieder wahrscheinlicher.
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