Aktivierte Arthrose

Hilfe, plötzlich ist das Gelenk akut entzündet!

Wenn ein Entzündungsschub eine bestehende Arthrose „aktiviert“, kommt es auf einmal zu Beschwerden. Das Gelenk schwillt an, wird wärmer, schmerzt vermehrt und fühlt sich auch in Ruhe steif und eingeschränkt beweglich an. Was Sie nun tun sollten, um die Krankheit in den Griff zu bekommen.

Schätzungen gehen davon aus, dass etwa eine Million Österreicher unter Gelenkverschleiß leiden. Bei dieser alters- und belastungsbedingten Abnützung, der sogenannten Arthrose, verliert das ursprünglich hochelastische Knorpelgewebe an Elastizität, bekommt Einrisse und wird im Verlauf der Jahre immer dünner und rauer.

Die meist älteren Patienten leiden oftmals unter starken Gelenkschmerzen und zunehmend eingeschränkter Beweglichkeit. Im fortgeschrittenen Stadium der Arthrose droht sogar die Versteifung des Gelenks.

Das Immunsystem arbeitet ständig
Doch zunächst erlaubt ein geschädigter Knorpel meist noch eine akzeptable Gelenkfunktion, verursacht jedoch mitunter folgendes Problem: Ständig wird das körpereigene Abwehrsystem angeregt, und so in Schüben verlaufende Entzündungsprozesse in Gang gesetzt. Aus diesen, zumeist über viele Jahre ablaufenden, Entzündungsschüben – auch als aktivierte Arthrose bezeichnet – resultiert im Endeffekt eine völlige Zerstörung der Knorpelschicht.

Bei einer aktivierten Arthrose entzündet sich die Gelenkschleimhaut (Synovia). Das führt dazu, dass das Gelenk anschwillt, wärmer wird, stärker schmerzt und sich auch in Ruhe steif und eingeschränkt beweglich anfühlt. Manchmal kommt es auch zu Hautrötung. Oft ist das Knie betroffen, da dort auch zumeist Arthrose auftritt. Gefolgt von Hüfte, Händen bzw. Fingern und Wirbelsäule. Der Entzündungsschub kann Tage bis Wochen dauern.

Aktivierte Arthrose ist besonders knorpelschädlich: Durch Abbau des Gleitgewebes wird die Arthrose mit jeder Entzündungsepisode beschleunigt. Es wird daher von medizinischer Seite versucht, entzündliche Episoden zu verkürzen.

Das erreicht man mit Kühlung (mehrmals täglich), aber auch entzündungshemmenden, schmerzstillenden Medikamenten. Ebenso werden spezielle Salben und Gele verschrieben. Ärzte raten dazu, das Gelenk zu schonen, aber nicht ganz ruhigzustellen.

Bewegung und gezieltes Training
Langfristig wichtig, um dieses Leiden unter Kontrolle zu bringen, ist regelmäßige Bewegung und Krafttraining sowie Physiotherapie. Falls notwendig, vermag auch eine Reduktion des Übergewichts unterstützend zu wirken.

Eine antientzündliche Ernährung kann ebenfalls helfen, Entzündungsreaktionen im Körper zu dämpfen, indem sie etwa entzündungsfördernde Botenstoffe hemmt.

Sinnvoll sind Omega-3-Fettsäuren, etwa aus Lachs, Makrele oder Walnüssen. Wichtige Antioxidantien kommen aus Beeren, grünem Gemüse und Paradeisern, wertvolle Polyphenole z. B. aus Olivenöl und grünem Tee.

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