Schon neu gestartet?

Astronauten kämpfen am Weg zum Mond mit Outlook

Web
03.04.2026 22:49
Porträt von krone.at
Von krone.at

Was passiert, wenn Menschen weiter als je zuvor von der Erde entfernt sind – und plötzlich ihr E-Mail-Programm streikt? Genau das erlebten die Astronauten der NASA-Mission Artemis-2. Während der Reise zum Mond funktionierte auf dem Microsoft Surface Pro von Kommandant Reid Wiseman Outlook nicht – zwei Instanzen der Software weigerten sich, Mails zu öffnen. Erst mithilfe von Mission Control in Houston konnte das Problem gelöst werden.

„Wir konnten Outlook öffnen. Es wird offline angezeigt, was normal ist“, teilte die Bodenstation mit.

Die Szene wurde von der aufmerksamen Zuschauerin Niki Grayson beim NASA-Livestream beobachtet und auf Bluesky veröffentlicht. Wiseman meldete: „Ich habe zwei Microsoft-Outlook-Instanzen auf meinem Gerät, und keine funktioniert.“

Typisches IT-Problem ... im All
Houston bot sofort Fernzugriff an, um das Problem zu beheben. Wired.com kommentierte augenzwinkernd: Selbst Astronauten kennen die klassische Frage: „Schon aus- und wieder eingeschaltet?“

Ascent-Flight-Director Judd Frieling erklärte bei der täglichen Pressekonferenz: „Solche Outlook-Probleme kommen häufiger vor, als man denkt.“

Kleinere Pannen auf großer Reise
Neben den Mailproblemen hatte die Crew auch mit einem blockierten Lüfter und Fehlermeldungen am Toilettensystem zu kämpfen. Letzteres konnte rasch behoben werden. Christina Koch berichtete kurz nach dem Start von einem rot blinkenden Signal, das auf ein Problem mit der Orion-Toilette hinwies. Die Astronautin konnte es aber recht rasch wieder beheben – sie bezeichnete sich scherzhaft als die erste „Installateurin im All“.

Auf Rekordkurs zum Mond
Die vierköpfige Crew – Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und der Kanadier Jeremy Hansen – befindet sich derzeit auf einem Weg, der sie weiter von der Erde entfernen wird als je einen Menschen zuvor. Nach dem entscheidenden Triebwerksschub befinden sie sich auf einer ellipsenförmigen Flugbahn, die sie in etwa 252.000 Meilen (ca. 405.000 km) Entfernung von der Erde bringen wird – Rekord für menschliche Raumfahrt.

Hansen schwärmte: „Wir haben gerade eine wunderschöne Sicht auf die dunkle Seite der Erde, vom Mondlicht beleuchtet. Phänomenal.“ Wiseman dokumentiert die Reise mit iPhone und GoPro.

Diese Bilder schickte die Crew zur Erde: 

Crew (fast) auf sich allein gestellt
Die Outlook-Panne mag auf den ersten Blick trivial wirken, doch sie zeigt: Selbst in über 400.000 Kilometer Entfernung lassen sich technische Herausforderungen nicht immer vermeiden. Während die NASA die Crew in allen Belangen unterstützt, bleiben die Astronauten auf ihrem historischen Flug mit realen Herausforderungen konfrontiert.

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