Nach dem brutalen Tod einer 28-jährigen Frau in Kottingbrunn (Bezirk Baden) hat die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt nun Untersuchungshaft für den dringend tatverdächtigen 27-Jährigen beantragt. Der Mann sitzt inzwischen in der Justizanstalt Wiener Neustadt.
Laut seinem Verteidiger Manfred Arbacher-Stöger hat der Steirer die Tat umfassend gestanden. Als mögliches Motiv gilt eine Kränkung im Zuge der Beziehung zu der Frau, die er über Facebook kennengelernt hatte. Zwischen den beiden soll es zuvor zu einem Verhältnis gekommen sein.
Eltern entdeckten Leiche in Wohnung
Nach Angaben der Ermittler soll der Sportschütze seine legal besessene Pistole im Zuge der Tat verwendet haben. Die Frau wurde laut Obduktion durch Schüsse tödlich verletzt. Die Eltern hatten die 28-Jährige am 14. Mai leblos in ihrer Wohnung entdeckt.
Ursprünglich war noch unklar, ob ein Sturz die Todesursache gewesen sein könnte. Erst die gerichtsmedizinische Untersuchung brachte die traurige Gewissheit: Es handelte sich um ein Tötungsdelikt. Verwendet wurde offenbar Munition im Kaliber .22, wie sie unter Sportschützen üblich ist.
In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei:
Am Tatort selbst gab es keine Einbruchsspuren – Ermittler gehen daher davon aus, dass die Frau den Mann freiwillig in ihre Wohnung gelassen haben dürfte. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts konzentrierten sich schließlich auf das Umfeld des Opfers.
Den entscheidenden Hinweis lieferten schließlich die ausgewerteten Handydaten. Laut Verteidigung standen Opfer und Beschuldigter bis kurz vor der Tat noch regelmäßig in Kontakt. Der 27-Jährige wurde wenige Tage nach dem Fund der Leiche festgenommen.
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