Sucht-Vorwurf:

TikTok entgeht US-Verfahren durch Vergleich

Digital
28.01.2026 07:22
Porträt von krone.at
Von krone.at

In einem potenziell folgenschweren US-Verfahren um das Suchtpotenzial von Online-Plattformen will TikTok mit einem Vergleich einem Prozess aus dem Weg gehen. Die Klagen gegen den Facebook-Konzern Meta und die Video-Plattform YouTube werden indes fortgeführt, wie Klägeranwalt Joseph VanZandt mitteilte. 

VanZandt machte keine Angaben zu Einzelheiten des Vergleichs mit den Betreibern der populären Kurzvideo-App TikTok. Indes begann in Los Angeles die Auswahl der Geschworenen für den Prozess.

Die Klägerin, die in dem Verfahren nur unter den Initialen KGM auftritt, wirft Online-Plattformen vor, sie hätten ihre Dienste extra so gestaltet, dass Nutzer süchtig danach werden. Dabei geht es zum Beispiel um die Funktion, bei der man immer zum nächsten Beitrag weiterscrollen kann.

  Die Frau fing ihren Angaben zufolge bereits als Kind an, die Plattformen zu nutzen – und dies habe zu Depressionen und Angstzuständen geführt, argumentiert sie. Die Unternehmen verweisen unter anderem auf in den vergangenen Jahren eingeführte Maßnahmen, die die Nutzung durch junge Menschen einschränken sollen.

In den USA gibt es Hunderte ähnlicher Klagen. Das Verfahren in Los Angeles könnte als Präzedenzfall für weitere Prozesse dienen. Die Betreiber der Foto-App Snapchat einigten sich ebenfalls vor wenigen Tagen mit der Klägerin. In anderen Verfahren ist TikTok weiterhin unter den Beklagten.

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