In London läuft die Regierungskrise immer mehr aus dem Ruder: Gesundheitsminister Wes Streeting hat am Donnerstag aus Protest gegen Premier Keir Starmer seinen Rücktritt bekannt gegeben.
Er habe das Vertrauen in Starmer verloren, schrieb Streeting in einem am Donnerstag auf X veröffentlichten Brief. „Es ist nun klar, dass Sie die Labour-Partei nicht in die nächsten Parlamentswahlen führen werden“, heißt es darin an Starmer gerichtet.
Die Debatte darüber, wie es weitergehe, müsse ein Wettstreit der Ideen sein und kein Kampf der Persönlichkeiten. „Sie muss breit angelegt sein und das bestmögliche Feld an Kandidaten umfassen.“
Zuvor hatte sich inmitten von Spekulationen über einen Misstrauensantrag gegen Starmer hat die frühere Vizeregierungschefin Angela Rayner als mögliche Nachfolgerin in einem Interview mit dem „Guardian“ ins Spiel gebracht. Rayner wurde am Donnerstag vom Verdacht der Steuerhinterziehung entlastet, aufgrund dessen sie vergangenen September zurückgetreten war.
Schweres Wahldebakel für Starmer
Premier Starmer, der gleichzeitig Chef der sozialdemokratischen Labour-Partei ist, steht seit dem Wahldebakel für seine Partei in der vergangenen Woche massiv unter Druck. Labour hatte bei den Kommunalwahlen in England und Regionalwahlen in Wales und Schottland desaströse Ergebnisse eingefahren. Profitieren konnten davon vor allem die Rechtspopulisten der Partei Reform UK von Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.