Kündigungsgrund

Dumm gelaufen: Wegen “Harlem Shake” entlassen

Web
08.03.2013 14:10
Nach dem "Gangnam Style" ist der "Harlem Shake" der neue Renner auf YouTube. Weltweit beteiligen sich mittlerweile Massen von Menschen an dem wilden Gehüpfe und stellen ihre Verrenkungen auf YouTube. Dass das nicht immer nur als harmloser Spaß gesehen wird, beweisen erste Fälle von "Harlem Shake"-Fans, die wegen ihrer akrobatischen Tanzeinlagen ihren Job verloren haben.

Ein 33-jähriger Englischlehrer ist in Bulgarien gefeuert worden, weil er seiner Klasse erlaubt hatte, den neuen Modetanz "Harlem Shake" zu praktizieren. Der Fall hat sich laut dem bulgarischen Rundfunksender Darik-Radio an einem Elite-Fremdsprachengymnasium in der bulgarischen Stadt Plowdiw ereignet. Der betroffene Lehrer Hristo Danew habe nicht nur das Tanzen erlaubt, sondern sich sogar daran beteiligt. Ein Video (siehe oben) der Aktion landete auf YouTube und erregte den Zorn der Schuldirektorin.

Lehrer wegen "Harlem Shake" in Schule gefeuert
Das Filmchen war im Februar am Schulhof des Gymnasiums gedreht worden. Die Schüler sind im Video schrill angezogen, manche deuten Kopulationsbewegungen an, wie dem Lehrer vorgeworfen wurde. Daraufhin wurde Danew vor die Wahl gestellt, zurückzutreten oder gefeuert zu werden. Er trat zunächst zurück, überlegte es sich dann aber anders. Sein Fall sei zu diesem Zeitpunkt aber bereits erledigt gewesen, sagte Schuldirektorin Sonja Kirkowa dem Radiosender.

Sie warf Danew weiters vor, dass einer der Schüler im Video raucht. Der Lehrer sagte, er habe das nicht bemerkt. Danew ist selbst Alumni des Gymnasiums und arbeitet bereits seit fünf Jahren als Englischlehrer, was heutzutage in Bulgarien eine Rarität ist. Lehrer sind schwer unterbezahlt, der Beruf gilt als sehr unattraktiv. 90 Prozent der Lehrer sind Frauen. Mehr als 400 Schüler und 200 Eltern haben mittlerweile eine Forderung unterschrieben, Danew wieder einzustellen, und diese der Direktorin übergeben.

Tanzende Goldminenarbeiter in Australien entlassen
Am anderen Ende der Welt, in einer westaustralischen Goldmine, hat der "Harlem Shake" ebenfalls einige seiner Fans den Job gekostet. Gleich 15 Bergarbeiter wurden dort entlassen, nachdem sie den Tanz in der Goldmine aufgeführt hatten. 

Medienberichten zufolge sah der Arbeitgeber der 15 Bergleute in ihrem Tanz einen schweren Verstoß gegen Sicherheitsrichtlinien und befürchtete zudem einen Ansehensverlust (siehe Infobox). Die betroffenen Minenarbeiter hingegen hätten angegeben, lediglich ein bisschen Spaß gehabt zu haben.

Untersuchung der Luftfahrtbehörde nach Tanz im Flieger
Nicht einmal über den Wolken ist man dieser Tage sicher vor Fans des "Harlem Shake". Wie der Technikblog "The Verge" berichtet, untersucht die US-Luftfahrtbehörde derzeit einen Zwischenfall, bei dem eine Frisbee-Mannschaft im Flieger den berüchtigten YouTube-Tanz aufgeführt hat. Das Video des "Harlem Shake" über den Wolken hat es mittlerweile auf mehr als eine Million Klicks auf YouTube gebracht.

Ärger droht deswegen möglicherweise den Flugbegleitern, welche die Aktion zugelassen haben. Wie der Blog berichtet, seien zum Zeitpunkt des Tanzes zwar keine Turbulenzen zu erwarten gewesen und auch die Anschnall-Leuchte sei nicht an gewesen, trotzdem ist der Luftfahrtbehörde unklar, wie man mit dem Zwischenfall umgehen soll. Doch so viel ist nach den "Harlem Shake"-Zwischenfällen der letzten Wochen klar: Was zunächst witzig gemeint ist, kann schnell ernste Konsequenzen nach sich ziehen. Egal ob in Form des Jobverlusts oder einer Untersuchung der Luftfahrtbehörde.

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