Äußerlich hat der P1 mit seinem 90er-Jahre-Vorgänger McLaren F1 die typische Mittelmotor-Keilform gemein. Die beiden Insassen sitzen aber nun nebeneinander; im F1 hatten noch drei Personen, leicht versetzt zueinander, Platz. Neu sind auch die organischen Schwünge der Karosserie, die sich am Stil des McLaren-"Einstiegssportlers" MP4-12C orientieren. Große Luftöffnungen an der Front und eine Dachhutze sorgen für ausreichend Frischluft, am Heck gibt es muskulöse Kotflügel und ein in Kniehöhe angebrachtes Endrohr. Ein ausfahrbarer Spoiler sorgt bei hohen Geschwindigkeiten für ausreichend Bodenhaftung.
Für den Antrieb sorgt ein 3,8-Liter-V8-Biturbo-Benziner, der von der aus der Formel 1 bekannten KERS-Hybridtechnik unterstützt wird. Der Elektromotor ist direkt in das Motorgehäuse integriert und die gesamte Antriebskraft wird direkt über das Siebengang-Doppelkupplungs-Getriebe an die Hinterräder geleitet. So arbeiten die beiden Motoren nahtlos zusammen. Gemeinsam kommen der 542 kW/737 PS starke Benziner und der 132 kW/179 PS leistende E-Motor auf 674 kW/916 PS Leistung und ein kombiniertes maximales Drehmoment von 900 Nm. Der Benziner entwickelt 720 Nm bei 4.000/min., der E-Motor aus dem Stand 260 Nm. Auch rein elektrisches Fahren ist möglich, für rund 10 Kilometer bei moderatem Tempo. Maximal schafft der P1 350 km/h, wobei eine elektronische Sperre höhere Geschwindigkeiten verhindert. Noch beeindruckender sind jedoch die Beschleunigungswerte. Bis zum Erreichen von Tempo 100 vergehen weniger als drei Sekunden, vier Sekunden später passiert die Tachonadel die 200er-Marke, weitere zehn Sekunden später steht sie bei 300 km/h. Den Normverbrauch gibt McLaren vorläufig mit unter 8,5 l/100 km an.
Die Fahrleistungen gehen nicht nur auf das Konto von Motor und Aerodynamik, sondern sind auch Resultat des hohen Leichtbau-Aufwandes. Dank des großzügigen Einsatzes von Karbon, Titan und Magnesium soll das Verhältnis von Leistung und Masse deutlich über 600 PS pro Tonne betragen.
Der hohe Entwicklungs- und Materialaufwand fließt allerdings auch in die Preise ein. Das war auch schon beim Vorgänger so. Mit einem Preis von 1,5 Millionen D-Mark war er zu seiner Zeit das teuerste Serienauto der Welt, zahlte das aber auch mit Leistung zurück. Der zwischen 1993 und 1997 gebaute F1 gilt auch heute noch als einer der leistungsfähigsten Supersportwagen aller Zeiten. Sein bis zu 680 PS starker 6,1-Liter-V12-Benziner auf BMW-Basis beschleunigte den Dreisitzer in nur knapp über drei Sekunden von null auf Tempo 100. Die Spitzengeschwindigkeit lag bei 380 km/h.
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