Einer von fünf Menschen erkrankt im Laufe seines Lebens an einer Depression. In den meisten Fällen können die Beschwerden gut behandelt werden. Dr. Christian Maté, Arzt für Allgemeinmedizin, hat hier und auf KroneMED alle Informationen und Anlaufstellen für Sie parat.
Die Depression ist eine Erkrankung, die sich auf unser gesamtes Gefühlsleben, unsere Fähigkeit, die Aufgaben des täglichen Lebens zu meistern und auf unsere körperliche Gesundheit auswirken kann. Sie ist mehr als einfach „nur“ Traurigkeit und sollte immer ärztlich abgeklärt werden. Wenn Sie an einer Depression leiden, scheuen Sie sich nicht, dies mit IhremArzt zu besprechen.
Ihr Allgemeinmediziner ist für Sie da
Von einer Depression sprechen Ärzte, wenn das Gefühl der Niedergeschlagenheit und die Reduktion des Antriebs in einem Großteil der Zeit des Tages über mindestens zwei Wochen besteht. Im Rahmen der diagnostischen Abklärung stellt Ihnen Ihr Hausarzt oder ein Psychiater eine Reihe von Fragen zu Ihren Beschwerden. Zur Unterstützung kann er Ihnen eventuell auch einen Fragebogen zum Ausfüllen geben. Dabei geht es nicht nur darum, ob Sie an einer Depression leiden, sondern auch, wie stark diese ausgeprägt ist und wie sehr sich die Erkrankung auf Ihr Leben auswirkt. Was der Arzt dabei herausfindet, hat schließlich auch Einfluss auf die Wahl der richtigen Behandlung.
Wichtig: Wenn Sie darüber nachdenken, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen, suchen Sie sich bitte sofort professionelle Hilfe! Hier steht Ihnen die Telefonseelsorge unter der Nummer 142 zur Verfügung.
Der Hausarzt ist in vielen Fällen der erste Ansprechpartner bei depressiver Verstimmtheit und Antriebsstörung. Dabei hilft auch, dass er die Betroffenen oftmals bereits länger kennt und die Möglichkeit hat, das Thema gezielt anzusprechen und dem Patienten die verschiedenen Therapieoptionen aufzuzeigen.
Ihr Facharzt für Psychatrie als weitere Stütze
Je nach Schweregrad und Vorgeschichte kommen spezifische Beratung durch den Hausarzt, Psychotherapie und/oder Medikamente zum Einsatz. Der Experte für die medikamentöse Behandlung ist der Psychiater. Die verschiedenen Antidepressiva sind in ihrer Wirksamkeit ähnlich. Welches Medikament zum Einsatz kommt, hängt daher von Faktoren, wie Nebenwirkungsprofil, Wechselwirkungen mit anderen verwendeten Medikamenten sowie dem gleichzeitigen Vorliegen von Beschwerden, wie Schlafstörungen, Angst, Antriebslosigkeit ab. Vergleichbar wirksam wie Antidepressiva ist Psychotherapie. Sie wird von speziell ausgebildeten Psychiatern, Psychologen oder Angehörigen anderer Berufsgruppen angeboten.
Manche Patienten, v. a. jene mit ausgeprägten Beschwerden oder wenn die äußeren Lebensumstände für den Betroffenen zusätzlich belastend sind, können von der Möglichkeit einer engmaschigen Betreuung und Begleitung im Rahmen eines stationären Aufenthalts an einer psychiatrischen Abteilung oder in einer Rehaeinrichtung profitieren. Neben Ärzten und Pflegekräften arbeiten meist Psychologen, Sozialarbeiter, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten an einer psychiatrischen Abteilung. Bewegung und Entspannungsübungen sind zudem auch wirksame Maßnahmen, die Sie ZUSÄTZLICH zu Ihrer Therapie ergreifen können.
KroneMED – Ihr neues Gesundheitsportal
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