Was für ein Drama! Als sich alle schon insgeheim den Klassenerhalt ausmalten, landete der GAK am harten Boden der Realität. 2:2 gegen Altach. Erst in der letzten Runde kann der Liga-Verbleib fixiert werden. Im direkten Duell gegen Linz.
Das Spiel am Samstag war ein Spiegelbild der Saison. Schon die Gegebenheiten im Stadion passten zum trostlosen Abstiegskampf: Es schüttete wie aus Eimern, bei jedem Schritt der Spieler spritzte das Wasser in die Höhe. Das war kein Fußballspiel, das war eine Regenschlacht. Viele der 7221 Zuschauer im Stadion rätselten schon: Wann wird dieses Spiel unterbrochen?
Wurde es aber nicht. Und so tauchte plötzlich Greil nach 18 Minuten wie aus dem Nichts vor GAK-Goalie Stolz auf, doch der Obersteirer parierte überragend. Fast zeitgleich richtete sich der Blick nach Tirol: Die WSG ging in Führung – damit wäre der GAK gerettet. Doch um 17:36 Uhr war alles anders. Weil Altachs Greil mit einem Supertor aus rund 40 Metern alle überraschte, vor allem aber Goalie Stolz.
Die (Wasser-)Ball-Partie war an sich schon ein Kuriosum. Und wurde noch einmal nach der Halbzeit um ein Schmankerl reicher: Weil die Headsets der Schiedsrichter im strömenden Regen einen Wasserschaden erlitten, wurde das Spiel erst über 15 Minuten später wiederangepfiffen. Inzwischen forderte Stadionsprecher Pascottini die Fans bei Sirtaki-Musik zur „Gruppengymnastik“ auf.
Wir haben Moral und Mentalität gezeigt. Da müssen wir ansetzen, dann schaffen wir es. Keiner hat sich aber dieses Endspiel gewünscht, jetzt ist es Realität.
GAK-Kapitän Daniel Maderner
„Hat sich keiner gewünscht“
Während wieder alle in Graz ins Spiel fanden, gab es um 18:30 Uhr aus GAK-Sicht die schlechte Nachricht aus Tirol: Linz glich zum 1:1 aus. Dramatik pur. Und es wurde noch schlimmer: Weil Demaku per Distanzschuss auf 2:0 (59.) für Altach erhöhte. Als dann auch noch ein Elfer für den GAK (Altach-Goalie Stojanovic rammte Harakate um) nach VAR-Check zur Verwunderung aller im Stadion doch nicht gepfiffen wurde, wurde es bitter. Tore nur für die MoralUm 18:53 Uhr dann die traurige Gewissheit: Kommenden Samstag kommt es nun für den GAK zum großen Showdown in Linz gegen Blau-Weiß um den Klassenerhalt. Da halfen auch der Anschlusstreffer durch Maderner zum 1:2 (87.) sowie der Ausgleich von Satin (98.) nichts mehr.
„Ernüchternd“, haderte Tobias Koch. „Wir haben Moral und Mentalität gezeigt. Da müssen wir ansetzen, dann schaffen wir es. Keiner hat sich dieses Endspiel aber gewünscht, jetzt ist es Realität“, knirschte Kapitän Maderner.
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