Den Fall ins Rollen brachte eine Mutter aus Linz, die bereits im August des Vorjahres im Facebook-Profil ihrer 13-jährigen Tochter verdächtige Nachrichten von mehreren Burschen gefunden hatte. In diesen wurden sexuelle Treffen vorgeschlagen und auch Nacktfotos von dem Mädchen gefordert. Die Frau erstattete Anzeige bei der Polizei. Nach umfangreichen Ermittlungen stieß die Exekutive auf einen 42-jährigen Wiener, bei dem im Dezember eine Hausdurchsuchung durchgeführt wurde.
Bislang acht Opfer aus Oberösterreich
Der Mann gestand bei seiner Einvernahme, mit insgesamt neun Profilen in dem sozialen Netzwerk agiert zu haben. Dabei gab er sich laut Polizei als 16-Jähriger aus, suchte Kontakt zu Mädchen im Alter von zwölf und 15 Jahren und spielte ihnen Zuneigung und Liebe vor, um so an delikate Fotos zu kommen und Treffen zu arrangieren. Vorerst sind der Exekutive acht Opfer aus Oberösterreich bekannt, die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Angezeigt wurde der Mann wegen "Grooming", der Anbahnung von Sexualkontakten zu Unmündigen.
Präventionstipps der Polizei
Die Exekutive rät, auf Facebook nur Freundschaftsanfragen anzunehmen, wenn man der Person auch in der Realität nahesteht. Auf keinen Fall sollte man sich zur Versendung von Nacktfotos oder zu einem Treffen allein überreden lassen. Generell sollte gut überlegt sein, welche Informationen man von sich selbst in sozialen Netzwerken preisgibt.
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