EU-Wallet startet bald

Digitaler Reisepass kommt: Das müssen Sie wissen

Außenpolitik
20.04.2026 19:32
Porträt von krone.at
Von krone.at

Reisen ohne Reisepass, der Führerschein am Smartphone und digitale Unterschriften, die in ganz Europa gelten: Was nach Zukunft klingt, könnte für Millionen Menschen schon bald Realität werden. Eine neue EU-Regelung bringt die digitale Identität auf das Handy – und macht auch in Österreich ein Update der bestehenden Systeme nötig.

Konkret geht es um die überarbeitete eIDAS-2.0-Verordnung, die noch heuer schrittweise in Kraft tritt. Herzstück ist die sogenannte „EUDI-Wallet“, eine digitale Brieftasche, in der persönliche Dokumente wie Ausweise, Führerscheine oder Diplome gespeichert und EU-weit anerkannt werden sollen.

Ziel ist es, die bisher oft national beschränkten Lösungen zu vereinheitlichen und grenzüberschreitend nutzbar zu machen.

Reisen ohne Reisepass bis 2026
Wie die „Kleine Zeitung“ berichtet, soll damit unter anderem ermöglicht werden, dass Reisen innerhalb der Europäischen Union bis Ende 2026 auch ohne physischen Ausweis möglich ist. Der digitale Personalausweis wäre dann direkt über die ID Austria abrufbar, auch der Führerschein könnte europaweit per App gelten.

ID Austria bleibt – aber wird ausgebaut
Auch Österreich ist von den Änderungen direkt betroffen: Die bestehende ID Austria soll nicht ersetzt, sondern weiterentwickelt werden. Sie gilt bereits als eine der fortschrittlicheren Lösungen in Europa und wurde EU-weit anerkannt. Künftig soll sie als Grundlage für die neue EU-Wallet dienen, ein entsprechendes Update wird jedoch notwendig.

EU-weite Anerkennung wird Pflicht
Der „Standard“ verweist darauf, dass alle Mitgliedstaaten verpflichtet sind, ihren Bürgerinnen und Bürgern solche digitalen Identitäts-Wallets zur Verfügung zu stellen und auch jene aus anderen Ländern zu akzeptieren. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass nur jene Daten weitergegeben werden, die unbedingt nötig sind – etwa bei Altersnachweisen.

Große Pläne, wenig Bekanntheit
Trotz der Tragweite des Projekts ist das Wissen darüber bislang gering. Umfragen zeigen, dass ein Großteil der Bevölkerung mit dem Begriff „EUDI-Wallet“ wenig anfangen kann. Dabei sprechen Experten von einem Meilenstein: Erstmals könnten digitale Identitäten, Signaturen und Dokumente EU-weit einheitlich funktionieren.

Digital und analog nebeneinander
Fest steht: Wer weiterhin klassische Dokumente nutzen möchte, kann das auch künftig tun. Doch parallel dazu entsteht ein digitales System, das den Alltag in Europa grundlegend verändern könnte – vom Amtsweg bis zur Reise über die Grenze.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt