Circa vier Mal Wien

Kreml: Heuer schon 1700 Quadratkilometer erobert

Ausland
21.04.2026 11:39
Porträt von krone.at
Von krone.at

Russische Truppen haben nach Angaben von Generalstabschef Waleri Gerassimow in diesem Jahr bisher 1700 Quadratkilometer ukrainisches Gebiet eingenommen. Doch nicht alle Zahlen, die der Kreml veröffentlicht, werden noch ernst genommen ...

Die Streitkräfte rückten in alle Richtungen vor, sagte der General am Dienstag im Staatsfernsehen. Zum Vergleich: Wien hat etwa eine Fläche von 415 Quadratkilometern. Bei russischen Luftangriffen auf die Ukraine wurden indes in verschiedenen Regionen des Landes mindestens 25 Menschen verletzt. Bei den nächtlichen Angriffen seien zwei Raketen und 143 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert worden, erklärte die Luftwaffe.

Davon seien eine Rakete und 116 Drohnen abgefangen worden. Von Rettungsdiensten veröffentlichte Bilder aus Sumy zeigten brennende Autos und beschädigte Gebäude.

Moskau hat in seinem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg in der Ukraine immer wieder zivile Einrichtungen – insbesondere die Energieinfrastruktur des Landes – angegriffen. Als Reaktion auf die Attacken flog die Ukraine wiederholt Drohnenangriffe auf russisches Territorium.

Die Infografik zeigt den Verlauf des russischen Angriffskriegs in der Ukraine von 2022 bis 2026. Drei Karten stellen die von Russland kontrollierten und umkämpften Gebiete im Februar 2022, November 2022 und Februar 2026 dar. Ein Balkendiagramm zeigt, dass die Zahl der russischen Angriffe pro Monat ab 2022 stark ansteigt und bis 2026 auf hohem Niveau bleibt. Eine Übersicht schätzt die militärischen Verluste auf russischer Seite auf 1,2 Millionen, davon 325.000 getötet, und auf ukrainischer Seite auf 500.000 bis 600.000, davon 100.000 bis 140.000 getötet. Zivile Opfer in der Ukraine werden mit 56.000, davon 15.000 getötet, angegeben. Quelle: APA, ISW, ACLED, CSIS/OHCHR.

Schweden: Kreml schönt seine Zahlen
Der Krieg ist für beide Nationen auch eine wirtschaftliche Katastrophe. Der schwedische Militärgeheimdienst (Must) geht mittlerweile davon aus, dass Russland seine wirtschaftlichen Daten schönt. Der Geheimdienst erklärte am Dienstag, dass Russland wahrscheinlich mit einer „höheren Inflation und einem größeren Haushaltsdefizit“ zu kämpfen habe, als es nach außen hin darstelle. Wirtschaftsdaten würden offenbar „manipuliert, um widerstandsfähiger zu erscheinen“.

„Trotz der jüngsten Phase hoher Ölpreise, die Russland höhere Einnahmen beschert hat, wäre ein Preis von über 100 Dollar pro Barrel über ein ganzes Jahr hinweg erforderlich, um das russische Haushaltsdefizit auszugleichen“, erklärte der Must.

Allerdings habe die schwache Konjunktur „keinen Einfluss auf die strategischen Ziele“ des Kreml, erklärte Geheimdienstchef Thomas Nilsson. Moskau sei entschlossen, den Krieg in der Ukraine fortzusetzen und „hybride“ Aktivitäten in EU- und NATO-Ländern durchzuführen. „Die wirtschaftlichen Zwänge und Sanktionen wirken sich jedoch darauf aus, welche militärischen Kapazitäten Russland aufbieten kann und wie schnell dies geschehen kann.“

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