Tödlicher Crash

Auto aus Minister-Konvoi überfuhr Palästinenser

Ausland
21.04.2026 11:52

Ein Verkehrsunfall im Westjordanland sorgt für große Empörung. Ein 16-jähriger Palästinenser ist von einem Fahrzeug erfasst worden. Der Teenager erlag noch an Ort und Stelle seinen Verletzungen. Medienberichten zufolge handelte es sich beim Unfallauto um ein Fahrzeug aus dem Konvoi der israelischen Siedlungsministerin.

Wie die Tageszeitung „Haaretz“ berichtet, war das Fahrzeug aus dem Sicherheitsteam „Magen“ von Ministerin Orit Strook am frühen Dienstagmorgen zu einem Einsatz im Rahmen einer Gedenkveranstaltung in der Nähe von Hebron unterwegs. Plötzlich sei ein Jugendlicher trotz roter Ampel mit seinem E-Bike vor dem Fahrzeug aufgetaucht. „Der Lenker hat alles unternommen, um einen Aufprall zu vermeiden und wurde dabei selbst verletzt“, zitierte die Zeitung Israels Polizeimister Itamar Ben-Gvir. Die Ministerin selbst sei nicht in dem Auto oder in einem anderen in der Nähe gewesen, so Ben-Gvir.

Orit Strook (kl. Bild) ist Ministerin für Siedlungen und nationale Missionen.
Orit Strook (kl. Bild) ist Ministerin für Siedlungen und nationale Missionen.(Bild: Krone KREATIV/AFP/AHMAD GHARABLI, AFP/POOL/GIL COHEN-MAGEN )

Unfalllenker im Spital
Das Unfallopfer, der 16-jährige Majdi al-Ja’abari, wurde vom ausgerückten Notarztteam noch an Ort und Stelle für tot erklärt. Er lag mehrere Meter von seinem Fahrrad entfernt auf der Fahrbahn. Der Unfalllenker befindet musste den Angaben zufolge in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet.

In palästinensischen sozialen Medien war davon die Rede, dass der Teenager von einem „israelischen Besatzer“ getötet worden sei. Israel hatte 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert, wo heute mehr als 700.000 Siedler inmitten von rund drei Millionen Palästinensern leben. Die Palästinenser beanspruchen diese Gebiete für einen eigenen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Israel unterscheidet zwischen Siedlungen, die mit Genehmigung der Regierung entstanden sind, und Außenposten, die mitunter per Gesetz rückwirkend legalisiert werden. Aus internationaler Sicht sind dagegen alle Siedlungen illegal.

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