Der Chip-Hersteller Cerebras will in den USA an die Börse gehen. Der US-Anbieter von Spezialprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) gab am Donnerstag bekannt, bei der US-Börsenaufsicht SEC einen vertraulichen Antrag gestellt zu haben.
Dabei können Firmen finanzielle Details ihres Geschäfts so lange wie möglich unter Verschluss halten. Cerebras will mit seinen Chips dem Weltmarktführer Nvidia Marktanteile abjagen. Dieser liefert bisher 80 Prozent aller KI-Hochleistungschips.
Der geplante Börsengang von Cerebras gilt als Lackmustest für den Appetit von Investoren auf neue KI-Firmen. Auf der einen Seite haben viele Unternehmen aus der Branche ihre Aktienkurse in den vergangenen eineinhalb Jahren vervielfacht. Andererseits bereiten die milliardenschweren Investitionen in den Auf- und Ausbau von Rechenzentren einigen Investoren Kopfschmerzen. Sie bezweifeln, dass sich diese Ausgaben rechnen. Daher zogen sie in den vergangenen Wochen Geld aus Technologiewerten ab und steckten es in andere Branchen.
Cerebras arbeitet unter anderem mit Aleph Alpha zusammen. Die US-Firma liefert die Supercomputer, mit denen die deutsche Softwarefirma eine KI für die Bundeswehr entwickeln will.
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