Chaos und Sperren

Windrad in Flammen, Feuerwehr kann nur zusehen

Ausland
25.05.2026 21:18
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eine weithin sichtbare schwarze Rauchsäule, ein brennendes Windrad in mehr als 100 Metern Höhe und ein Großeinsatz der Feuerwehr: In Unterfranken hat ein Brand nahe der A7 im Landkreis Kitzingen für dramatische Szenen und massive Sicherheitsmaßnahmen gesorgt. Das Feuer konnte über längere Zeit nicht gelöscht werden – während sich gleichzeitig zahlreiche Schaulustige in gefährliche Nähe begaben.

Das Windrad war am Samstagabend in Brand geraten, nachdem mehrere Verkehrsteilnehmer eine starke Rauchentwicklung an der Turbine gemeldet hatten. Kurz darauf stand die Anlage in Flammen, Einsatzkräfte rückten mit einem Großaufgebot an.

Feuerwehr vor „technisch kaum lösbarem“ Einsatz
Wie der „Spiegel“ berichtet, stellte sich rasch heraus, dass ein Löschen aus technischer Sicht nicht möglich war. Weder existieren Geräte, die in diese Höhe reichen, noch kommt ein Innenangriff infrage. Die Feuerwehr blieb daher nur die Option, das Feuer unter Kontrolle zu beobachten und die Umgebung abzusichern.

Polizei warnt vor Lebensgefahr – Schaulustige ignorieren Absperrungen
Besonders problematisch war laut Einsatzkräften das Verhalten zahlreicher Schaulustiger. Diese kamen teils sehr nahe an die Gefahrenstelle heran und sammelten sogar herabgefallene Teile auf. Die Polizei warnte eindringlich vor der akuten Lebensgefahr durch mögliche abstürzende Rotor- oder Anlagenteile und forderte, den abgesperrten Bereich strikt zu meiden.

A7 zeitweise gesperrt – Verkehrschaos zum Ferienstart
Für die Dauer des Einsatzes musste die A7 zwischen den Anschlussstellen Kitzingen und Marktbreit zeitweise gesperrt werden. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, kam es dadurch gerade zu Beginn der Pfingstferien zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Nach einigen Stunden konnte die Sperre wieder aufgehoben werden.

300-Meter-Sperrzone bleibt bestehen
Die Lage blieb den gesamten Sonntag angespannt. Da weiterhin die Gefahr bestand, dass Teile der Anlage abstürzen, richteten die Einsatzkräfte einen Sicherheitsradius von rund 300 Metern ein. Unterstützt wurde die Lagebeurteilung unter anderem durch eine Drohne des THW Kitzingen, die einen Überblick über die Brandstelle lieferte.

Erst am Montagvormittag konnte die Polizei mitteilen, dass das Feuer inzwischen erloschen ist. Dennoch blieb der Gefahrenbereich vorerst abgesperrt, da zunächst geprüft werden muss, ob von der Anlage weiterhin Risiken ausgehen.

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