Krimi um „Horror-Haus“

Feuer, dann Leichenfund in einst beliebtem Gasthof

Österreich
25.05.2026 20:30

Es ist, wie wenn ein Fluch über dem früheren Gasthaus Fürbergs in Salzburg liegen würde: Zwei Jahre nach einem Brandinferno mit Verletzten wurden jetzt zwei mumifizierte Leichen gefunden ... 

Der einst beliebte Braugasthof in der Mozartstadt, der in ein Hotel umgewandelt werden sollte, verfällt seit Jahren. Obdachlose und zwielichtige Gestalten haben das leer stehende Gebäude für sich entdeckt. Es dient bis heute auch Personen aus dem Bettlermilieu als illegale Behausung.

Bei einem durch eine glühende Zigarette auf einem Schlafplatz ausgelösten Großbrand, wenige Monate vor dem bereits bewilligten Baubeginn für die geplante Herberge mit insgesamt 31 Zimmern und einem Café, im Jänner 2024 im Dachgeschoß wurden vier der insgesamt sechs dort befindlichen Personen (damals im Alter von 21 bis 60 Jahren) leicht verletzt. Das Gebäude selbst wurde schwer beschädigt.

Grusel-Fund im ehemaligen Personalhaus
Jetzt, mehr als zwei Jahre später, ist das ehemalige Gasthaus Fürbergs in Salzburg-Parsch wieder in den Schlagzeilen. Und im Mittelpunkt eines spannenden Kriminalrätsels, wie aus einem Spuk-Roman. Denn zur Geisterstunde kurz vor Mitternacht am Pfingstwochenende wurden in dem früheren Personalhaus zwei schon stark verweste Leichen entdeckt.

Nach dem Brand im Jänner 2024 flattert jetzt wieder ein polizeiliches Absperrband vor dem ...
Nach dem Brand im Jänner 2024 flattert jetzt wieder ein polizeiliches Absperrband vor dem ehemaligen Gasthaus in Salzburg. Zwei Leichen geben den Ermittlern Rätsel auf.(Bild: Krone-Collage/Markus Tschepp)

Nach dem Grusel-Fund laufen die Ermittlungen jedenfalls auf Hochtouren. War es ein Unfall- oder Verzweiflungsdrama, natürliche Todesursache – oder gar ein Gewaltverbrechen?

Fremdverschulden schließt die Salzburger Polizei derzeit zwar aus und geht  von einem Unfall aus – doch viele Fragen in dem Fall mit Gänsehaut-Faktor sind noch offen. Beide Leichen in dem „Horror-Haus“ waren bereits de facto mumifiziert. Sie dürften also unentdeckt zumindest Monate, wenn nicht gar Jahre in dem verfallenen Gebäude gelegen sein.

Zwei Tote offenbar von niemandem vermisst
Traurig: Offenbar vermisste die zwei Toten bis dato niemand. Es gibt (noch) keine dementsprechenden Abgängigkeitsanzeigen. Eine gerichtlich angeordnete Obduktion soll nun erste Erkenntnisse bringen. Auch zur Identität (möglicherweise Obdachlose oder ein Liebespaar) erhofft man sich Hinweise.

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