13.04.2022 15:05 |

US-Experte verurteilt

5 Jahre Haft für Krypto-Verschwörung mit Nordkorea

Die US-Justiz hat einen Kryptogeld-Experten, der an der zweitgrößten digitalen Währung Ethereum mitgearbeitet hat, zu rund fünf Jahren Haft verurteilt, weil er sich mit Nordkorea verschworen hat und dem Kim-Regime helfen wollte, mit Kryptowährungen US-Sanktionen zu umgehen.

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Außerdem muss der IT-Experte Virgil Griffith laut einem „Heise“-Bericht 100.000 US-Dollar Bußgeld zahlen. Dass es zu einer Verurteilung kommen würde, war erwartet worden: Griffith hatte bereits im vergangenen Herbst ein Geständnis abgelegt. Als Höchststrafe drohten ihm 20 Jahre Haft.

Vortrag in Nordkorea gehalten
Zur Verhaftung kam es 2019, nachdem Griffith nach Nordkorea gereist war, um dort einen Vortrag zu halten. Dabei sollen Vertreter des nordkoreanischen Regimes anwesend gewesen sein, denen er erklärte, wie sie mit Kryptogeld US-Sanktionen umgehen können und mit digitalen Währungen unabhängig vom internationalen Finanzsystem werden könnten. Griffith soll den Nordkoreanern sehr spezifische Fragen beantwortet haben.

Griffith wurde nach seiner Rückkehr von der US-Justiz vorgeworfen, nach Nordkorea gereist zu sein, obwohl ihm dafür keine Erlaubnis des Außen- und Finanzministeriums erteilt wurde. Der IT-Experte habe sein nordkoreanisches Visum kurzerhand auf einen Zettel drucken lassen, damit die Reise keine Spuren in seinem US-Reisepass hinterlasse.

In den Gerichtsdokumenten hieß es über die Nordkorea-Reise: „Dabei hat Griffith die nationale Sicherheit der USA gefährdet, indem er die Sanktionen untergraben hat, die sowohl der Kongress als auch der Präsident erlassen haben, um maximalen Druck auf die Bedrohung durch das verräterische Regime Nordkoreas auszuüben.“

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