Mit 3:0 gegen Altach

BW Linz setzt Ausrufezeichen im Abstiegskampf!

Bundesliga
24.04.2026 21:28
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Was für ein wichtiger Erfolg für den FC Blau-Weiß Linz im Kampf gegen den Abstieg aus Österreichs Bundesliga: Die Oberösterreicher haben zum Auftakt der 29. Runde den SCR Altach daheim mit 3:0 bezwungen und den Abstand zum Tabellenletzten WAC damit auf vier Punkte ausgebaut!

Simon Seidl und Ronivaldo trafen in der 66. und 68. Minute im Doppelpack, Dominik Reiter legte in der Nachspielzeit nach. Es war der vierte Sieg für das Team von Trainer Michael Köllner im vierten Heimauftritt der Quali-Gruppe.

Altach verpasste die Möglichkeit, den Liga-Verbleib vorzeitig abzusichern. Die Vorarlberger bleiben in der Quali-Gruppe Zweiter. Weiter geht es für die Elf von Ognjen Zaric mit dem wohl wichtigsten Auftritt der Saison. Am kommenden Freitag spielt Altach in Klagenfurt im Finale gegen den LASK um die Trophäe im ÖFB-Cup.

Im dritten Spiel innerhalb von sieben Tagen wollte Köllner bei Blau-Weiß mit David Bumberger und Isak Dahlqvist frische Energie auf den Flügelpositionen bringen. Bei den Altachern fehlte Topscorer Patrick Greil wegen einer Wadenblessur, an seiner Stelle agierte Moritz Oswald offensiver. Nach etwas mehr als zehn Minuten musste Zaric um den nächsten Offensivmann bangen. Ousmane Diawara und Fabio Varesi-Strauss krachten im Luftduell mit den Köpfen zusammen. Der Altacher konnte ebenso wie der Linzer Verteidiger aber mit Turban weiterspielen.

Linzer belohnen sich nach Pause
Die Hausherren agierten nach dem 3:0 gegen den WAC mit Selbstvertrauen und suchten den Weg zum Tor. Einem Treffer näher war in der ersten halben Stunde Altach durch Turbanträger Diawara, der am Tor vorbeischoss (18.). In einem von Minute zu Minute zerfahreneren Spiel hatte Blau-Weiß bis zum Pausenpfiff eine richtige Möglichkeit auf die Führung. Nach einem Vorstoß von Dahlqvist legte Ronivaldo für Bumberger quer, der aus zehn Metern aber nur Altachs Sandro Ingolitsch traf (42.).

Blau-Weiß legte nach dem Seitenwechsel wieder zu. Altach hatte Probleme, einen geordneten Spielaufbau zu lancieren. Die Linzer belohnten sich schlussendlich per Doppelschlag. Einmal mehr verlor Altach im Aufbau den Ball, Seidl hechtete eine Flanke von Nico Maier sehenswert per Flugkopfball ins Netz. Die ursprüngliche Abseitsentscheidung revidierte der VAR. Kurz danach zog Ronivaldo von knapp außerhalb des Strafraums wuchtig zum 2:0 ab. Für den Torschützenkönig des Vorjahres war es sein neuntes Saisontor.

Still wurde es in der 78. Minute, als die Partie aufgrund eines ärztlichen Notfalls des Schiedsrichter-Assistenten unterbrochen werden musste. Der Unparteiische kehrte aber kurz darauf aus der Kabine zurück. Die Altacher warfen noch einmal alles nach vorne. Der eingewechselte Srdjan Hrstic traf in der 90. Minute die Lattenunterkante, ehe Reiter mit einem platzierten Abschluss ins Kreuzeck alles klar machte. Blau-Weiß blieb auch im vierten Spiel in Folge ohne Gegentreffer.

Das Ergebnis:
FC Blau-Weiß Linz – SCR Altach 3:0 (0:0)
Linz, Hofmann Personal Stadion, 5596 Zuschauer (ausverkauft), SR Harkam

Tore: 1:0 (66.) S. Seidl, 2:0 (68.) Ronivaldo, 3:0 (92.) Reiter

Gelbe Karten: keine (!)

Blau-Weiß: Mantl – Pasic, Maranda, Varesi-Strauss – Dahlqvist (83. Reiter), S. Seidl, Briedl, Bumberger (46. Pirkl) – Maier (95. Cvetko) – Ronivaldo (83. Fofana), Weissman (94. Mensah)
Altach: Stojanovic – Milojevic, Zech, Jäger (94. L. Gugganig) – Ingolitsch, Demaku, Bähre, Ouedraogo – Massombo (74. Hrstic), Diawara (56. Benjamin), Oswald (74. Yalcin)

Die Stimmen:

Michael Köllner (Blau-Weiß-Trainer): „Wir haben uns jetzt eine gute Ausgangsposition verschafft, auch wenn es trügerisch sein kann, weil der WAC erst morgen spielt. Wir sind gut beraten, auch in den nächsten drei Spielen zu punkten. Es war ein schwieriges Spiel, keine Frage. Wir wollten in der ersten Halbzeit ein bisschen zu viel. Ich habe in der Pause gesagt, wir dürfen nicht überdrehen. Die Tore waren am Ende ein logisches Produkt, aber hart erarbeitet. Die Mannschaft zieht im Training unglaublich mit. Das sieht man am Ende, wenn die Beine der anderen schwer werden.“

Ognjen Zaric (Altach-Trainer): „Die erste Halbzeit war in Ordnung. Wir hatten die Riesenchance auf das 1:0. Die zweite Halbzeit war nicht gut genug von uns. Blau-Weiß hat verdient gewonnen. Wir haben heute die Intensität nicht gehabt. Jeder Punkt für uns ist hart erkämpft, das hat man heute gesehen. Wir müssen auf 100 Prozent sein, um zu punkten.“

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