Nutzen Chaos aus
Krypto-Betrüger versprechen sichere Hormuz-Passage
Die iranischen Revolutionsgarden haben ein griechisches Frachtschiff beschossen und geentert, das die Straße von Hormuz durchfahren wollten. Es wird ermittelt, ob die Besatzung Opfer von Betrügern wurden, die das Chaos ausnutzen, um gefälschte Passierscheine zu verkaufen.
Seit kurzem verlangt der Iran Gebühren für die Durchfahrt der seit Wochen blockierten Straße von Hormuz. Am Donnerstag meldete Teheran die ersten Einnahmen aus dem Mautsystem. Zahlbar ist die Durchfahrtsgebühr auch in Kryptowährung. Das haben sich skrupellose Betrüger zunutze gemacht.
Geben sich als iranische Behörden aus
MARISKS, eine griechische Firma für maritimes Risikomanagement, warnte am Montag als Erstes vor der Masche, berichtet Reuters. Die Betrüger kontaktieren demnach Kapitäne oder Besitzer von Schiffen und geben sich als iranische Behörden aus.
Gegen eine Transitgebühr, entrichtet in den Krypto-Währungen Bitcoin oder Tether, versprechen sie dann die ungehinderte Durchfahrt. Welche Summen sie verlangen, ist nicht bekannt. Potenzielle Opfer gibt es genug: Rund 2000 Schiffe sitzen vor der Meerenge fest, durch die sonst ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gasexporte laufen.
Menschenleben in Gefahr
Mit ihrer Methode gefährden die Betrüger das Leben der Schiffsbesatzungen. Denn der Iran hat schon mehrfach Frachter angegriffen, die die Meeresstraße durchfahren wollten. Der griechische Frachter Epaminondas wagte am Mittwoch die Durchfahrt – im Glauben, dass diese genehmigt sei.
Kurz darauf näherte sich ein Boot der iranischen Revolutionsgarden und beschoss den Frachter. Die Brücke wurde dabei beschädigt. Daraufhin enterten die Revolutionsgarden das Schiff. Der Iran warf der Besatzung vor, die Meerenge ohne Genehmigung durchquert haben zu wollen.
Behörden ermitteln
Eigner des Frachters unter liberianischer Flagge ist die griechische Firma Technomar. Das Unternehmen bestätigte die Festsetzung des Schiffs durch den Iran laut dem Portal „Ekathimerini“. Man sei in Kontakt mit den iranischen Behörden, um eine Lösung zu finden. Die Crew sei in Sicherheit. Es wird ermittelt, ob die Nachricht, die der Besatzung eine sichere Passage vorgaukelte, gefälscht war.
Bereits vergangene Woche wollte ein Schiff die Durchfahrt wagen. Als es vom iranischen Militär beschossen wurde, drehte es aber um. Auch dieser Frachter wurde laut MARISK potenziell Opfer des Krypto-Betrugs.










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