25.03.2022 10:30 |

Infrastruktur war Ziel

US-Justiz erhebt Anklage gegen 4 russische Hacker

Die US-Justiz hat vier Angestellte russischer Behörden als Hacker angeklagt. Sie sollen sich von 2012 bis 2018 weltweit illegal Zugang zu Computern des Energiesektors verschafft haben, wie das US-Justizministerium erklärte. Insgesamt seien in etwa 135 Ländern „Tausende Computer in Hunderten Firmen und Organisationen“ Ziel gewesen.

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„Staatliche russische Hacker stellen in den Vereinigten Staaten und weltweit eine ernsthafte und anhaltende Bedrohung für die kritische Infrastruktur dar“, erklärte die stellvertretende Justizministerin Lisa Monaco.

Notabschaltungen von Raffinerie ausgelöst
Einem angeklagten Mitarbeiter eines Forschungsinstituts des russischen Verteidigungsministeriums sei es gelungen, mit seinem Eindringen in Computersysteme zwei Notabschaltungen einer Ölraffinerie im Ausland zu verursachen, erklärte das Ministerium. Im Anschluss wollte er auch in den USA Computer hacken, die „ähnliche entscheidende Infrastruktur managen.“

FSB-Personal wollte Energiebranche angreifen
Zudem seien drei Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB angeklagt wegen des Versuchs, sich Zugang zu hunderten Computern aus der Energiebranche zu verschaffen. „Zugang zu solchen Systemen hätte die russische Regierung unter anderem dazu befähigt, solche Computersysteme in der Zukunft zu einem beliebigen Zeitpunkt zu stören und zu beschädigen“, erklärte das Justizministerium.

Auslieferung unrealistisch
Den vier Angeklagten könnten bei einer Verurteilung in den USA eine jahrzehntelange Haftstrafe drohen. Sie dürften sich aber in Russland aufhalten - und Moskau wird sie sicher nicht ausliefern. Die Anklage ist daher zunächst ein eher symbolischer Schritt, der wohl auch zur Abschreckung von Nachahmern dienen soll.

Das US-Außenministerium schrieb eine Belohnung von jeweils bis zu zehn Millionen US-Dollar (neun Millionen Euro) aus für Hinweise zur weiteren Identifikation und dem Aufenthaltsort der Angeklagten.

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